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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Eine Premiere mit Spielwitz und Pfeffer

09.03.2009

ELSFLETH Die Familie Witzig – macht sie ihrem Namen alle Ehre, sind sie alle ein bisschen ga-ga oder erleben sie an einem „ganz normalen Samstag“ dass, was in vielen Durchschnittsfamilien ab und zu mal passiert? Ob die „Witzigs“ einen Sparren haben oder nicht, darauf ist das Publikum am Premierenabend in der Elsflether Stadthalle gespannt: im heiteren Dreiakter von Walter G. Pfaus „Ne verruckte Familje“ wird die Speelkoppel des Bürgervereins Hammelwarden-Lienen dieses Familiengeheimnis lüften.

Trotz des etwas magersüchtigen Plots wird es ein vergnüglicher Premierenabend und das liegt vor allem daran, dass das gut aufgelegte Ensemble der Geschichte mit viel Spielfreude eine gehörige Portion Pep und Pfeffer verleiht und nicht zuletzt ist es dem Elsflether Wilfried Lösekann gelungen, die ursprünglich hochdeutschen Dialoge mit seiner Übertragung ins kernig Plattdeutsche kräftig nachzuwürzen.

Familienvater Stefan Witzig (schön paddelig: Harald Groenenboom) ist ein Gutmensch mit mindestens vier linken Händen und egal, welches Werkzeug er auch anfasst, es endet mit Wundpflastern und Mullverbänden. Die Aufmerksamkeit seiner Eheliebsten Vera (Gertrud Nieß – resolut, wie man sie mag) ist ihm längst abhanden gekommen, Veras einziges Interesse gilt der Kirchenrenovierung, respektive dem Wohlbefinden des Pastors. (Ingo Ahrens). Sohn Alex (Dennis Rüthemann), sowie die Töchter Kerstin (Ramona Schau) und Uschi (Jaqueline Buttelmann) haben ihr Mitleid mit dem Erzeuger längst auf Sparflamme geschaltet. „Een beeten verruckt“ ist auch der vom Johannistrieb gesteuerte Opa Gustav(Wolfgang Jäkel). Das macht aber nichts, denn: Oma Gerda (Ursel Müller) ist eh ein bisschen tüdelig und hat sich in ihrer dementen Welt ganz kommodig eingerichtet. Dann sind da noch zwei Damen, die den scheinbaren Familienfrieden kräftig aufmischen: Nachbarin Anni Wohlrabe (Alke Bollmann), von der Opa behauptet:

„Wenn de di Snuut upmakt, dann versteckt de Kat eehre Jungen“ und Veras beste Freundin Carmen Rost Sylke Janssen). Das knackige Weib Carmen sorgt mit seinem Interesse für den vernachlässigten Ehemann und seinen verlockenden Rundungen schließlich für die Ehekrise – Schuld ist ein versprengter Blusenknopf. Um Licht in die pikante Angelegenheit zu bringen, wird das Familiengericht einberufen. Ist schließlich das gefällte Urteil ein Grund, dass Oma wieder einmal Trauerkleidung trägt? Das soll mit Blick auf den nachfolgenden Aufführungen nicht verraten werden. Das Publikum versorgt die Truppe zum Schluss mit donnerndem Beifall und anschließend rüstet man zum Premierenball mit der Gruppe „BrieSand“.

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