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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Disco: Eintauchen in die goldene Disco-Ära

16.11.2013

Nordenham Die Disco-Retro-Welle schwappt durch Nordenham und scheint fast alle Ü-40er mitzureißen, die sich in ihrer Jugendzeit in den Nordenhamer Discotheken tummelten. Gerade erst hat im Tiffany die erste Revival-Party stattgefunden, da planen zwei Urgesteine der Nordenhamer Tanzlokal-Szene die nächste Fete: Diesmal geht’s um das Atlantic City, besser bekannt unter dem Kürzel AC, wo sich in den 70er- und 80er-Jahren all jene Discogänger trafen, denen das Apollo zu hippielastig und das Tiffany zu schnieke war.

Joachim Riese und Helmut Dietrich haben im AC Platten aufgelegt. Joachim Riese war bis 1981 auch Mitinhaber des Ladens, der bei vielen Ü-40ern noch heute die Augen zum Leuchten bringt. Als Helmut Dietrich durch Zufall die AC-Gruppe bei Facebook entdeckte, stellte er ein paar Bilder aus alten Zeiten auf die Seite – und löste damit eine wahre Bilderflut aus. Viele AC-Gänger kramten in ihren Privatarchiven und stellten weitere Bilder online. Und die Fotos sorgten bei den inzwischen 541 Mitgliedern der AC-Gruppe natürlich für reichlich Gesprächsstoff.

Discjockeys von damals

Helmut Dietrich kam schließlich auf die Idee, die AC-Schwärmerei von der virtuellen in die reale Welt zu übertragen. Bei Joachim Riese rannte er damit offene Türen ein. Und so findet am Sonnabend, 22. März 2014, im Abbehauser Dorfkrug eine AC-Revival-Party statt. Natürlich mit Musik aus jener Zeit und mit den Discjockeys, die schon damals die Nadel aufs Vinyl legten: Joachim Riese spielt Musik aus den 70ern, Oliver Hübler ist für die Mucke aus den 80er-Jahren zuständig, Helmut Dietrich will sich auf Rockklassiker aus beiden AC-Jahrzehnten konzentrieren. Und er verspricht: „Es wird auf keinen Fall Musik aus der Zeit danach gespielt.“

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Allein Joachim Riese und Helmut Dietrich haben mehrere hundert Bilder aus den alten Zeiten. Sie wollen die Fotos digitalisieren und während des Retro-Abends auf einer Großleinwand zeigen. Sie haben sich außerdem vorgenommen, den Saal so zu gestalten, dass er zumindest annähernd dem alten AC gleicht. Auch eine Imbissecke – dem so genannten „Frikadellenpuff“ an der Peterstraße nachempfunden – wird aufgebaut. Ein Schild mit dem AC-Logo soll am Eingang aufgehängt werden. Außerdem planen die Veranstalter eine Neuauflage der AC-T-Shirts. Möglicherweise gelingt es ihnen sogar einen jener Künstler anzuheuern, die seinerzeit in dem Tanzschuppen aufgetreten sind. Allein Frank Farian hat viermal im AC gesungen, „damals, als er noch Schnulzenfutzi war“, wie sich Joachim Riese schmunzelnd erinnert.

Maximal 250 Besucher können kommen. Der Vorverkauf soll im Dezember starten. Und wer dabei sein will, sollte sich dann nicht allzu viel Zeit mit dem Ticketkauf lassen. Schon jetzt haben rund 100 AC-Freunde „Ich bin dabei“ gerufen, als sie von der Idee hörten. Und als Joachim Riese das ehemalige Personal informierte, waren alle begeistert. Die Türsteher und Tresenkräfte von damals sind inzwischen in ganz Deutschland verstreut. Aber sie wollen dabei sein. Und noch jemand will kommen: Jochen Troche. Er hatte das AC 1972 gemeinsam mit Joachim Riese aus der Taufe gehoben und bis ins Jahr 1989 betrieben. Jochen Troche lebt inzwischen auf Mallorca. „Irgendwie werden wir ihn einfliegen“, sagt Joachim Riese, der sich auf die Revival-Party freut wie ein Erstklässler auf Weihnachten.

Die Geschichte des AC endete im Jahr 1989. Sie begann 1972 im ehemaligen Norddeutschen Hof, wo sich heute das Bayou befindet. Schon zwei Jahre später zog das AC ins damals leer stehende Restaurant „Zum Bürger“ an die Ludwigstraße. Im Februar 1974 war dort Neueröffnung. Und drei Jahre später ging’s schon wieder zurück in die Peterstraße. Joachim Riese und Jochen Troche hatten die Chance, den Norddeutschen Hof zu kaufen. Und sie griffen zu.

Zweites Zuhause

Für viele, die in den 70er- und 80er-Jahren ihre Jugendzeit in Nordenham verbrachten, ist das AC eine Art zweites Hause geworden. Der erste Kuss, die erste Liebe, den ersten Rausch – all das und mehr bringen AC-Gänger mit der Disco in Erinnerung. Hier wurde getanzt, getrunken, gebalzt, geknutscht, gequatscht, gefeiert. Die Retro-Welle im Internet spült die Erinnerungen wieder ins Bewusstsein einer Generation, die sich glücklich schätzt, die goldene Disco-Ära miterlebt zu haben.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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