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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Karneval: Ellwürder Narrenschiff unter Volldampf

16.02.2015

Nordenham Statt „Ellwürden helau“ könnte es auch „Ellwürden ahoi“ heißen am Sonnabend in der Friedeburg. Die Narren legen ab, alle Maschinen Volldampf voraus auf der MS Ellwürden. Michael Wehming gibt den Kurs an. Ein stattlicher Traumschiff-Kapitän, bei dem Sascha Hehn vor Neid erblassen würde. „Hummel, Hummel, mors, mors“ ruft er den 650 Passagieren zu. Sie sind bester Stimmung. Das Präsidium tanzt. Es ist Karneval.

Das Motto lautet: „Ellwürder Landungsbrücken“. Matrosen in gestreiften Hemden, rotgelockte Meerjungfrauen und all die zwielichtigen Gestalten, die sich im Hafen rumtreiben, haken sich ein, schunkeln im Dreivierteltakt, grölen „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ oder klatschen atemlos zu „Atemlos“, der neuen deutschen Nationalhymne. Piraten drohen mit zerfurchten Visagen und aufgeschraubten Enterhaken, Popeye zieht an der Pfeife, Bordsteinschwalben haben Hinterteile und Brüste mit einer hübschen Leder-Glasur überzogen.

Der Bürgerverein Ellwürden hat wieder ein atemberaubendes Programm auf die Beine gestellt, das den Narren richtig Dampf macht. Die Garde legt los – mit traditioneller Karnevals-Choreographie, wie sie in den rheinischen Hochburgen zelebriert wird.

Anschließend zieht Püschel-TV-Reporter Alfons alias Norbert Hartfil zusammen mit Hausmeister Heinrich Schröder durch den Saal und hält den Gästen sein Mikro unter die Pappnasen. Von den beiden erfährt das Publikum unter anderem, dass ein mit allen Wurstwassern gewaschener Steuerrecht-Experte, der auch schon als Fußball-Manager tätig war, als heißer Bürgermeister-Kandidat gehandelt wird, wenn Hans Francksens Amtszeit abgelaufen ist.

Handtuch-Jonglage

Die Jugendgruppe, die schon am Nachmittag beim Kinderkarneval aufgetreten ist, macht wieder richtig gute Laune. „Lang und länger“ nennen sich Fynn Roth und Tim Kröger. Sie sind splitterfasernackt und jonglieren so geschickt mit ihren weißen Handtüchern, dass ihre Aufführung bis zum Schluss als jugendfrei durchgeht.

Die Showtanz-Gruppe öffnet die Gruft und schickt Skelette auf die Bühne. Die Untoten zeigen sich aber erstaunlich vital, als sie zu einer Metal-Version von „Tainted Love“ über die Bühne wirbeln.

Die Mädels der Gruppe Jive United entern als Entsorgungsfachkräfte die Bühne, bevor sie ihr orangefarbenes Arbeitsoutfit abstreifen und es mit ihrer Darbietung so richtig krachen lassen.

Höhepunkt der Show ist der Auftritt des Männerballetts, bei dem es niemanden mehr auf seinem Sitz hält. „What Shall We Do With The Drunken Sailor?“ – die Leichtmatrosen setzen Segel und begeistern ihr Publikum mit schweißtreibender Akrobatik.

Tolle Kostüme

Alle Gruppen werden zu Recht mit Riesenapplaus belohnt. Aber auch die Besucher haben Beifall verdient, weil sie mit ihrer ausgelassenen Freude und ihren tollen Kostümen dazu beitragen, dass der Ellwürder Karneval immer wieder zu einem berauschenden Fest wird.

Der Preis für die besten Kostüme geht diesmal an eine Zebraherde. Die schwarz-weiß-gestreiften Faschingsfans freuen sich tierisch darüber, dass sie als Preis zehn Freikarten für den Karneval im nächsten Jahr ergattert haben. „Das ist ein Riesenansporn. Wir werden uns im nächsten Jahr wieder richtig ins Zeug legen“, strahlt das Zebra namens Daniela Stromitzky.

Nur einem war das Lachen schon nach kurzer Zeit vergangen. Friedeburg-Saalmeister Helmut Dietrich zeigte sich wenig erfreut darüber, dass einige Chaoten die Männertoiletten mutwillig mit Papier und Plastikmüll verstopft hatten, was einen unappetitlichen Einsatz im Sanitärtrakt zur Folge hatte.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
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Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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