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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Natur ist die wahre Künstlerin

18.10.2019

Elsfleth Die Bilder, die Ute Jacobs im Elsflether Rathaus zeigt, sind 60 Jahre alt. Und doch sind sie aktueller denn je. Als Gymnasiastin hatte sie seinerzeit in Goslar ein Herbarium anzulegen. 100 Pflanzen hat sie gesammelt, bestimmt, getrocknet, gepresst – und bis heute aufbewahrt.

Für Bürgermeisterin Brigitte Fuchs „eine ganz besondere Ausstellung.“ In Zeiten von Klimawandel und Artensterben sei das Befassen mit der Natur wichtiger denn je. Die Ausstellung rege dazu an, die umgebende Pflanzenwelt wieder verstärkt und bewusst wahrzunehmen. „Die Ausstellung zeigt die Verschiedenartigkeit der Natur.“

Vor zwei Jahren hatte Ute Jacobs, die seit vielen Jahren auch malt, bereits eine Einzelausstellung mit ihren Bildern im Rathaus. Nun aber habe sie die Bilder ja gar nicht gemalt. „Das hat die Natur gemacht“, merkte die Künstlerin bei der Ausstellungseröffnung an. Die pensionierte Erdkunde- und Französischlehrerin sieht neben der Biologie vor allem „auch die Ästhetik“ in den unterschiedlichen Pflanzen, die sie einst im Harz gesammelt hat.

Was ist eigentlich ein Herbarium?

Herbarium, kurz Herbar (lat. herba = Kraut) ist eine Sammlung von gepressten, getrockneten, auf Papier aufgezogenen und etikettierten Pflanzen. Wissenschaftliche Herbarien dienen der (Erst-)Beschreibung von Pflanzen, als Grundlage für Klassifikationsarbeiten und zur Erstellung von Bestimmungsschlüsseln. Der Name „Herbarium“ wurde von dem schwedischen Botaniker Carl von Linné geprägt. Sein Werk „Species plantarum“ (1753) stellt den Beginn der modernen Pflanzensystematik dar.

Private Herbarien haben in der Regel eine etwas andere Zielsetzung. Sie helfen beim Kennenlernen einer lokalen Flora und liefern Referenzmaterial zum Bestimmen von Pflanzen. Voraussetzung für den Nutzwert eines privaten Herbars ist allerdings, dass es mit ähnlicher Sorgfalt wie ein wissenschaftliches Herbar angelegt wird. Auch viele wissenschaftliche Herbarien sind aus privat gesammeltem Material in Jahrzehnten oder Jahrhunderten gewachsen.    Quelle: Anleitung zum Anlegen eines Herbars, Universität Ulm

Die Idee, die getrockneten Pflanzen auf 60 Jahre altem Papier mit einem Passepartout zu versehen und gerahmt zu kleinen Kunstwerken zu machen, hatte aber die 78-jährige Elsfletherin. Für sie ist die beste Art, sich mit seiner Umwelt auseinander zu setzen, immer noch das Tun: gucken, entdecken, fühlen, schnuppern und schmecken sei ganz wichtig. „Geht raus in die Natur. Der erlebbare Kontakt ist von besonderem Wert.“ Und durch ihre Bilder hofft sie, auch beim Betrachter den „besonderen Blick für die Schönheit und das Interessante der Natur“ schärfen zu können.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 8. November im Erdgeschoss des Rathauses – mindestens. Denn die Mitarbeiter hätten schon den Wunsch geäußert: „Lasst die Bilder bloß hängen.“ Geöffnet ist das Rathaus montags bis freitags von 8 bis 12.30 Uhr sowie zusätzlich dienstags von 14.30 bis 16.30 Uhr und donnerstags von 14.30 bis 17.30 Uhr.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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