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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Serie: Die drei Schmids

31.08.2019

Elsfleth /Eckwarden /Schwei /Neuenhuntorf Gerhard Janssen Schmid, Johann Claussen Schmid und Johann Martin Schmid – auch genannt Schmid I, Schmid II und Schmid III.

So praktisch durchnummeriert werden die drei Generationen der Oldenburger Orgelbaudynastie in Fachkreisen. Jeder von ihnen hat eigene Orgeln in der Wesermarsch gebaut. Mal mehr und mal weniger erfolgreich. Und von jedem der drei Schmids sind breit über den Landkreis verstreut auch heute noch Instrumente zu bestaunen.

Schmid I

Der „erste Schmid“ (1770- 1845) entstammte bereits einer weit verzweigten Orgelbauerfamilie. 1810 erhielt er das Privileg des Orgelbauers für das Herzogtum Oldenburg, wohin er 1811 zog und wo er seine Werkstatt betrieb.

Von ihm stammt die Orgel in der Elsflether St.-Nicolai-Kirche aus dem Jahr 1836. „An dem Instrument wurde viel verändert“, erklärt Natalia Gvozdkova, Orgelsachverständige und Kantorin in Berne. Vor allem der Enkel des Erbauers hat dazu beigetragen, dass vom Originalzustand der Orgel nicht mehr viel vorhanden ist. Später wurde sie von der Firma Führer nochmals umgebaut. „Das Instrument ist heute in sich stimmig, repräsentiert aber nicht mehr die Erbauungszeit“, erklärt Gvozdkova. Es seien noch alte Pfeifen da, aber die seien verändert worden. „Den ursprünglichen Klang kann man nur ahnen“, sagt sie.

Eine ähnliche Orgel stehe noch in Bad Zwischenahn, doch auch dort sei nur das Gehäuse erhalten.

Schmid II

Vom „zweiten Schmid“, Johann Claussen Schmid (1811-1881) sind in der Wesermarsch noch mehrere Orgel zu bewundern. In Eckwarden hat er ein neues Instrument gebaut, wobei er einige Pfeifen aus dem Vorgängerinstrument aus dem 17. Jahrhundert. Auch heute sind noch viele alte Teile erhalten.

Die Orgelpfeifen aus Zinn sind nicht mehr zu finden – sie wurden auf Anordnung im Ersten Weltkrieg als „Metallspende des Deutschen Volkes“ abgegeben. Das begehrte Metall wurde zu dieser Zeit anderweitig in der Rüstungsindustrie benötigt. „Die Pfeifen wurden vor der Abgabe noch nachgemessen und dann nachgebaut, allerdings aus Zink“, erklärt Natalia Gvozdkova. Typisch für „Schmid II“ sei der Spieltisch mit Intarsien.

Auch in Schwei steht eine Orgel von Johann Claussen Schmid. Sie wurde zum Teil restauriert und hat einen frei stehenden Spieltisch (wie auch die Schmid II Orgel in Bardewisch). Von dort aus kann der Organist beim Spielen ins Kirchenschiff blicken.

Schmid III

In Waddens und Neuenhuntorf stehen die zwei noch erhaltenen Schmid-III-Orgeln – viele seiner ursprünglichen Bauten waren schnell ungeliebt und wurden ersetzt.

„In Waddens ist besonders die immer noch erhaltene Doppelflöte besonders“, erklärt die Orgelsachverständige. „Sie klingt besonders intensiv“.

Eines der Instrumente von Johann Martin Schmid, das unbedingt erhalten werden soll, steht in der Neuenhuntorfer St.-Marien-Kirche. „Die Orgel ist zwar leicht verändert, aber noch gut erhalten“, erklärt Gvozdkova. Der Kirchenrat der Gemeinde hat jetzt gemeinsam mit Pastor Ingmar Hammann beschlossen, sie zu sanieren und zum Originalzustand zurückführen zu lassen.

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Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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