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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Vom Schwarzen Herzog zum Uhrmacher Wempe

02.09.2017

Elsfleth Über die Stadt Elsfleth und ihre Geschichte machten sich die Frauen des Lions-Clubs Mimi Leverkus kundig. Die Elsfletherin Renate Detje hatte eingeladen und übernahm die Gästeführung am Treffpunkt Kaje.

In nächster Nähe war das Denkmal des „Schwarzen Herzog“ der erste markante Punkt des Rundgangs. Das Sandsteinbauwerk erinnert an den Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Oels, der sich an der Kaje mit seiner „Schwarzen Schar“ auf der Flucht vor den napoleonischen Soldaten einschiffte und zur englischen Insel Wight floh. Historisch geprägt, so erfuhren die Lions-Frauen, ist auch der Rathausplatz mit dem Rathaus, das im 17. Jahrhundert vom oldenburgischen Grafen Anton Günther als Zollhaus errichtet wurde. Klar, dass den Bremer „Pfeffersäcken“ die Zollstation Elsfleth so gar nicht schmeckte. Aus der gleichen Zeit stammt das Jagdschloss des Grafen (heute Haus der Heye-Stifung) – fest steht aber, dass dort nie Jagden stattgefunden haben; es sollte eher die Macht und den Reichtum des gräflichen Hauses demonstrieren.

Geschichtsträchtig, wenn auch neueren Datums, sind der Seemannsbrunnen und die Wempe-Standuhr am Nicolai-Platz. Der Elsflether Kapitän und Reeder Horst Werner Janssen und seine Frau Renate hatten das Bauwerk initiiert, gemeinsam mit der vom Hamburger Juwelier Helmut Wempe gestifteten Standuhr fand die Einweihung im Jahr 2004 statt.

Das Weltunternehmen Wempe geht zurück auf den Elsflether Uhrenhändler Gerhard D. Wempe, der 1857 im Haus seiner Tante Caroline an der Steinstraße 17 (heute Steinstraße 33) den Grundstein für sein weltweit agierendes Unternehmen legte. Auch über die historische Besonderheit der hakenförmigen St.-Nicolai-Kirche informierte Renate Detje ihre Begleiterinnen. Der zweite Kirchenflügel entstand während der Herrschaft Anton Günthers, er ließ ihn für die Beamten des Zollhauses errichten – so mussten sich die Elsflether Gemeindemitglieder und die Zöllner nicht gegenseitig in die Augen schauen.

Die Stadtführung beschlossen die Mimi-Leverkus-Frauen mit einem gemeinsamen Essen im Restaurant „Kogge“ – in Elsfleth auch ein Haus mit Geschichte. Gebaut wurde das markante Backsteingebäude 1955 am Rathausplatz als Zweigstelle der Landessparkasse zu Oldenburg.

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