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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Besinnlich? Nein: Sinnlich!

12.12.2017

Elsfleth Die Weihnachtszeit: besinnlich oder sinnlich? Nach einem zweistündigen Feuerwerk an Songs, Slapstick und lachtränentreibenden Quasseleien über die Weihnachtsbräuche in Amerika und in Deutschland tendiert das vergnügte Publikum im evangelischen Gemeindezentrum eher zum Etikett „lustig, aber auch sinnlich“.

Aber erst einmal alles auf Anfang: Die drei crazy Christmas-Girls „Sweet Sugar Swing“ geben am Sonntagnachmittag dem „Swingin’ Santa“ die Ehre.

Annie und Tina sind bei ihrer amerikanischen Freundin Mary zur Christmasparty eingeladen. Und weil bei den Freunden aus Übersee, auch wenn sie in Deutschland leben, zum Fest einiges anders ist, hat Tina schon mal eine Notfalltüte mit deutschen Leckereien mitgenommen. Denn: Die Amis frittieren alles und übergießen es mit Ketchup, Zucker und verbrannten Röstzwiebeln.

Die Gurke inmitten des Christbaumschmucks zu finden, das ist nun auch wieder so eine merkwürdige US-Sitte, da schließt sich das Trio doch lieber zusammen und schmettert mit wippenden Petticoats die ganze Phalanx der amerikanischen Weihnachtshits rauf und runter, dreamt von White Christmas, rockt die „Jingle Bells“, freut sich „Ding Dong – Merrily on high“ (war da was im Gebäck?) an Rudolphs roter Nase im „Winterwonderland“ und will „Ihr Kinderlein kommet“ um keinen Preis singen. Komisch!

Die besorgte Tina überlegt inzwischen, wie der Santa, in allen Haushalten fett gefüttert, eigentlich noch durch den Schornstein kommt. Eine Jahreskarte fürs Fitnessstudio für ihn samt Rentier könnte nicht schaden. Und während die dreistimmige Mädels-Juke-Box auch der „Stillen Nacht“ jazzig-fetzige Töne verleiht, schmurgeln die Vanillekipferl im Ofen vor sich hin – man muss nur das Schwarze abkratzen, dann schmeckt’s.

Mary fiebert trotz Besuchs der Freundinnen ihrem verspäteten Überraschungsgast entgegen. Der sitzt am Londoner Flughafen und hat hoffentlich die Geschenke vom „Heiligen Zalando“ und „Knecht Amazon“ im Gepäck. Und weil das alles dauert, konzentrieren sich die schuckeligen Ladies auf „The Twelve Days of Christmas“, diese irre Performance bringt das Publikum zum Jubeln.

Der Jubel geht weiter, als sich die „Bad Girls“ – als Ersatz für den Ehrengast – ein Elsflether Mannsbild aus dem Publikum grapschen, ihn als „Santa“ ausrüsten, um ihm dann gefährlich nahe auf die weihnachtlich gekleidete Pelle zu rücken. Fazit: Weihnachten, amerikanisch oder deutsch, ist herrlich sinnlich und viel spannender, wenn ein ganz kleines Geschenk mindestens 24 Karat hat: „Klunkers sünd doch dat, wat blifft!“ Zum Schluss hat Mary außer dem Brilli nur noch einen Wunsch – für ihr Land einen neuen Präsidenten! Santa wird’s schon richten.

Beifallsstürme für die drei wunderbaren Mädels – die Elsflether und der Kulturverein haben die Wiederholungstäterinnen Annie Heger und Co. längst adoptiert.

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