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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Musikalische Reise in die Welt der Bluesgrößen

16.02.2019

Elsfleth Die Gibson J 35 geschultert, ein Flugticket gekauft, rein in den Flieger über den großen Teich, Punktlandung in Nashville/Tennessee und rauf auf den Blues-Highway 61 in Richtung New Orleans. Für Blues-Fans, die den norddeutschen Winter-Blues gerne loswerden wollen, ist das eine verheißungsvolle Option. Ist aber weit weg und gibt’s nicht zum Nulltarif.

In der Elsflether St. Nicolai-Kirche bot sich jetzt eine ebenso wirkungsvolle Therapie an: Mit „blue tunes“ – flauschigen Songs blaugefärbt – nahm Sänger und Akustikgitarrist Thomas Schleiken die Besucher mit auf die Reise in Welt der amerikanischen Bluesgrößen, wie Elizabeth Cotton, Mike Seeger, David Evans, Etta James oder John Lee Hooker.

Aber auch eigene Songs hatten neben den amerikanischen Legenden ihre Berechtigung und wurden von dem Bookholzberger Künstler eindrucksvoll interpretiert. Mit diesem vielschichtigen Repertoire war alles in der leider nur spärlich besetzten Kirche gut gestimmt: Schleikens „Fanclub“, der sich auf den wiederholten Auftritt des norddeutschen Blues-Papstes freute, Thomas Schleiken, der zum Glück seine Reibeisenstimme nie ölen muss, und gut gestimmt waren nicht nur die drei Gibsons, sondern auch seine kleine, feine Ukulele.

Schleiken stieg ein mit einem Song seiner Lieblings-Blues-Sängerin. Die „grand dame“ des Blues, Elizabeth „Libby“ Cotton, war Kindermädchen beim Sänger Mike Seeger, der ihr Talent erkannte und ihr zum ersten Ruhm verhalf. Es folgte: „Blue Monday“ – an diesen Song erinnert sich Thomas Schleiken besonders gerne: Bei einem gemeinsamen Konzert in Bookholzberg lernte er den Bluessänger David Evans aus Memphis persönlich kennen.

Bei seiner imaginären Reise über den Blues-Highway machte Schleiken Station im legendären Bentonia, ein 500-Seelen-Kaff mit einem weltberühmten Blues-Festival. Schleiken: „Dort ist das absolute Nichts, fast ein bisschen wie in der Wesermarsch. Aber den typischen Bentonia-Style haben sich Sänger, wie beispielsweise Eric Clapton zum Vorbild genommen“. Mit präzisen Fingerpickings ging es weiter zum Mississippi-Delta: „I’m goin’ up the country – I’ll coming back no more!“ Dann löste ein „hüpfender Floh“ (Ukulele übersetzt aus dem Hawaiianischen) die Gibsons ab. Dieses Instrument ist keine Gitarre, die nur „pling“ macht und noch groß werden will. „Die Ukulele ist lange unterschätzt worden“, betonte Schleiken und trat den Beweis an: Der herzerfrischende „Beech Mountain Blues“ könnte glatt d i e Bookholzberger Hymne werden. Viel Applaus und bitte kein „comin’ back no more!“

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