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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

„Entdecken, was uns verbindet“

10.09.2018

Elsfleth „Es scheint, als ob die Stadt Elsfleth heute zu einer Dependance unserer niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover geworden ist.“ Mit dieser Bemerkung lag der Landrat des Landkreises Wesermarsch, Thomas Brückmann, am Sonntagmorgen nicht ganz falsch.

Neben zahlreichen Elsflether Bürgern begrüßte die Leiterin des Schiffahrtsmuseums der Oldenburgischen Unterweserhäfen, Dr. Christine Keitsch, zur offiziellen Eröffnung am „Tag des offenen Denkmals“ auch eine illustre Gästeriege aus der niedersächsischen und kommunalen Politik, aus Verwaltung und dem Denkmalswesen. Die musikalische Begleitung übernahm im Garten des „Hauses Elsfleth“, der früheren Villa Steenken, der Elsflether Visurgen-Shanty-Chor unter der Leitung von Andreas Stasierowski.

Den Reigen der Grußworte eröffnete als Schirmherr des „Tages des offenen Denkmals“ der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler (CDU). Nach Ansicht des Ministers ist die Elsflether Gründerzeitvilla für die landesweite Eröffnung unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ ein angemessener Ort, um das kulturelle Gedächtnis zu stützen. Sein besonderer Dank galt auch allen Ehrenamtlichen, die sich engagierten, um den Gästen zu zeigen, was erhalten und aufgebaut wurde. Thümler: „Wichtig ist aber auch im Jahr des kulturellen Erbes deutlich zu machen, was uns in Europa verbindet. Entdeckungslust zeichnet Europa seit Jahrhunderten aus!“

An der Wertigkeit des Denkmalschutzes könne es keinen Zweifel geben, so Thümler, auch wenn manch einer schon mal über die Auflagen gestöhnt hätte. Weiter verwies der Minister auf den zurzeit im Entstehen begriffenen „Digitalen Denkmalatlas“. Die Kosten von rund 6.5 Millionen Euro für dieses serviceorientierte Portal sei gut investiertes Geld für ein kulturelles Erbe, auf das alle stolz sein könnten.

Für den „Werbeblock pro Wesermarsch“ zeigte sich Landrat Thomas Brückmann zuständig. Im „Landkreis der Superlative“ hätten zahlreiche Bauten und Naturbesonderheiten – von Bronzezeithaus- über die neue Hunteklappbrücke bis hin zu längsten Flussinsel Deutschlands – ein Alleinstellungsmerkmal.

Elsfleths Bürgermeisterin Brigitte Fuchs plädierte für mehr Museumsbesuche, die auch das Bewusstsein um den Erhalt von Denkmälern stärken können. „Der Erhalt historischer Techniken und historischer Materialien braucht Menschen, die diese Pflege übernehmen“, forderte die Präsidentin des niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, Dr. Christine Krafczyk. Der Tag des offenen Denkmals sei ein Tag von großer Bedeutung. Ohne gesellschaftliche Akzeptanz könne Denkmalpflege nicht bestehen.

Als Festredner führte Jens Enemark – er prägte maßgeblich das vor 27 Jahren gegründete Wattenmeersekretariat Deutschland, Niederlande, Dänemark – die Besucher in die Thematik „Lebendiges Erbe – Die Wattenmeerregion – eine europäische Kulturlandschaft von Weltrang“ ein. Die Werte dieser Region müssen laut Enemark erkannt, geschätzt und respektiert werden. In gemeinsamen Aktivitäten würden sich die drei Länder den großen Herausforderungen und einem kulturellen Erbe mit einer Größe von mehr als 10 000 Quadratkilometern stellen. Enemark: „Nur in der Bewahrung der Vergangenheit kann die Gegenwart erklärt werden. Es gilt gemeinsame Strategien und politische Ziele für eine Kulturlandschaft von Weltrang zu entwickeln.“

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