• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Landfrauen: Dramatisches aus der Wesermarsch

23.01.2019

Elsfleth „Es ist etwas Besonderes, wenn ein Buch von der Autorin selber vorgelesen wird“, unterstrich Angelika Kuttkat, Vorstandsmitglied der Elsflether Landfrauen, den „tollen Abend“, auf den sich die Vereinsfrauen schon lange gefreut hatten. Zu Gast im evangelischen Gemeindezentrum war die Schriftstellerin Marlies Folkens, sie las Ausschnitte aus ihrem ersten Roman „Von Schwalben und Mauerseglern“.

Als jüngstes von vier Geschwistern wurde Marlies Folkens 1961 in Stollhamm-Ahndeich geboren – sie ist also ein „echtes Kind von der Küste“.

In ihrem Erstlingswerk spielen die bäuerliche Gesellschaft im Norden der Wesermarsch sowie die Kriegs- und Nachkriegszeit große Rollen. Folkens: „Meine Mutter hat mir gerne aus ihrer Zeit als junges Mädchen und als junge Frau erzählt, aber ich habe lange gebraucht, bis ich mich traute, den Roman zu schreiben und einige ihrer Erinnerungen in den Roman einfließen zu lassen.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die Autorin betonte aber auch, dass ihr Roman keine Biografie sei. Sie habe Wert darauf gelegt und sich Mühe gegeben, Realität und Fiktion miteinander zu vermischen.

Der Roman, der auf zwei erzählerischen Ebenen angelegt ist, beginnt dramatisch: Die Protagonistin „Elli“ blickt im Jahr 1949 – noch sehr jung, aber krank und auf den Tod wartend – auf ihr Leben im Dorf Frieschenmoor zurück. Als Tochter der Bauernfamilie Bruns entdeckte „Elli“ in den letzten Kriegstagen 1944/45 einen jungen Mann in der äußersten Ecke des Dachbodens versteckt. Um den desertierten Soldaten vor der Erschießung durch die Nazi-Patrouillen zu retten, integrieren die Bruns Georg mit List in ihre Familie.

Der Roman liest sich nicht nur ausgesprochen spannend bis zum Ende, Marlies Folkens ist es auch besonders gut gelungen, das soziale Gefüge der Menschen in der Nachkriegszeit im ländlichen Raum darzustellen. Es ist keine Frage, dass nachbarschaftliche Hilfe und gesellschaftliche Kontakte unter den Dorfbewohnern selbstverständlich sind, aber was innerhalb der Familien geschieht, darf nicht nach draußen dringen.

Von der schier unüberschaubaren Menge an Literatur mit lokalen Bezügen hebt sich Marlies Folkens erster Roman wohltuend ab, sie schildert mit viel Einfühlungsvermögen und kluger Sprache die Befindlichkeiten ihrer Protagonisten und man spürt ihre Freude am Schreiben.

Die Autorin hat nach dem großen Erfolg des ersten Romans fleißig weiter geschrieben: es folgten „Küstenträume“, „Inseltochter“ und voraussichtlich im Juni 2019 wird ihr Sylt-Roman „Sternschnuppentage“ erscheinen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.