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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Denkwürdige Ecken in Elsfleth

09.09.2019

Elsfleth Neben einem Hafen und einem historischen Stadtkern hat Elsfleth mit einigen Denkmälern auch kulturgeschichtlich einiges zu bieten. Um mehr über die teils historischen Orte der 9000 Einwohner zählenden Stadt zu erfahren, haben wir uns auf einen Rundgang durch Elsfleth gemacht.

Die sprechenden Steine

Auf dem Friedhof an der Nicolai-Kirche finden sich im hinteren Teil des Friedhofs elf sogenannte „sprechende Steine“. „Die Steine standen früher auf dem Friedhof verteilt und wurden hier gesammelt“, erklärt Gästeführerin Renate Detje. Die Grabsteine erzählen vom Leben der auf dem Friedhof Begrabenen. So etwa von den Eheleute Lahusen, die 21 Jahre und fünf Monate verheiratet waren, einen Sohn und drei Töchter hatten, von denen zwei Töchter bereits vor dem Tod des Vaters gestorben sind.

Der Schwarze Herzog

Das wohl bekannteste Denkmal Elsfleths steht auf dem Rathausmarkt – der Schwarze Herzog. Es erinnert an Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Oels, der sich am 7. August 1809 von Elsfleth aus nach England absetzte. Der Herzog kampierte mit seiner schwarzen Schar auf dem Elsflether Rathausmarkt. Sie hatten zuvor versucht, militärischen Widerstand gegen die Besetzung Preußens durch Napoleon zu leisten. Der prägnante Namenszusatz bezieht sich auf die schwarzen Uniformen, die der Herzog und seine Schar trugen. 1859 wurde das Denkmal eingeweiht.

Kanonen und Anker

An der Ecke Rathausplatz/Hafenstraße finden sich zudem zwei Kanonen und ein Anker. Drei Kanonen wurden 1998 bei Bauarbeiten auf dem Platz entdeckt und gehoben. Sie stammen aus der Zeit zwischen 1690 und 1700. Neben den beiden Kanonen an genannter Stelle, findet sich ein drittes Exemplar vor dem Schwarzen Herzog, eine weitere ging nach Brake. Verschossen werden konnten damit seinerzeit sieben Kilogramm schwere Kugeln über eine Entfernung von 1800 Metern. Der Anker ist das letzte von der Deetjen-Werft gefertigte Stück und stammt aus der Zeit vor 1885. Er wurde gefertigt, um die Wartezeit auf neue Aufträge zu überbrücken und gute Arbeiter zu halten.

Der Nicolai-Platz

Eine ganze Ansammlung von Denkmälern und Installationen findet sich auf dem Nicolai-Platz, der nach der gleichnamigen Nicolai-Kirche benannt ist. Dort steht etwa seit 2004 die Wempe-Uhr, die daran erinnert, dass die heutzutage weltbekannten Chronometer der Firma Wempe ihren Ursprung nur einige Meter entfernt hatten. So eröffnete Gerhard Wempe am 5. Mai 1878 im Haus seiner Tante Caroline in der Steinstraße 33 seine erste Uhrmacherwerkstatt. Mittlerweile hat die Firma Wempe ihren Sitz in Hamburg und fertigt Uhren etwa für Rolex, Breitling und Tag Heuer, Uhrensysteme für Kreuzfahrt- und Forschungsschiffe und Schmuck.

Das Zentrum des Platzes bildet der vom Reeder und Kapitän Horst Werner Janssen gestiftete Brunnen von 2004. Er soll an die „auf See gebliebenen Seeleute gestern, heute und morgen“ erinnern. Die Besonderheit des Brunnens: er spielt stündlich Musik. „Unter anderem die Wassermusik von Händel und den Titelsong des Films Titanic“, weiß Detje zu berichten. Da der Nicolai-Platz nach dem Schutzheiligen für Kinder, Händler und Seefahrer benannt ist der ideale Platz.

Auch weiterer Toter wird gedacht. So stehen am Rand des Platzes drei Mahnmale in Gedenken an die Gefallenen im deutsch-französischen Krieg 1870/71, dem ersten und dem zweiten Weltkrieg.

Daniel Schumann Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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