• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Tattoostudio In Elsfleth: Hier geht Kunst unter die Haut

24.07.2019

Elsfleth „Man glaubt nicht, wie viel Liebe da drin steckt, das ist richtig harte Arbeit“, erklärt Kevin Klinksiek. Der 23-jährige Tätowierer eröffnete Mitte Mai zusammen mit seinem Freund Marcus Harms das Tattoostudio „Zum Goldenen Inker“ in Elsfleth in der Steinstraße 35. Marcus Harms ist Geschäftsführer und Firmeninhaber, Kevin Klinksiek der Künstler. So hat jeder seine Zuständigkeit: „Keiner sagt dem anderen, was er wie zu tun hat und redet dem anderen nicht rein“, so der 37-jährige Marcus Harms. Klinksiek kümmert sich um die Tattoos und Piercings der Kunden, Harms um die Büroarbeit. Dabei sind sie sich jedoch einig: „Wir legen Wert auf hochwertige Materialien.“

Begonnen hat alles vor etwa vier Jahren. Kevin Klinksiek, der gebürtig aus Oldenburg kommt und eigentlich eine Ausbildung begonnen hatte, ging durch eine schwierige Phase, als ihm quasi „über Nacht“ der Gedanke kam: „Ich will Tätowierer werden.“ Innerhalb eines Monats hatte er ein Studio gefunden, in dem er anfangs auf Übungshaut – auf Silikonbasis – das Stechen mit einer Tätowiermaschine trainierte. Und bereits nach zwei Wochen durfte er schon das erste richtige Tattoo stechen.

„Ich habe zuerst viele Freunde und auch meine Geschwister tätowiert“, erzählt der Tätowierer. „Anfangs hat man natürlich viel falsch gemacht, aber man muss halt seine eigene Technik entwickeln.“ Es gibt keine Ausbildung zum Tätowierer, es sei schwierig, das zu lernen. „Entweder du kannst es oder nicht.“ Man lerne auch viel, indem man anderen zusehe. Auch wer Talent zum Zeichnen hat, ist nicht automatisch ein guter Tätowierer, sagt er. Beides habe in seinen Augen nichts miteinander zu tun, Tätowieren sei ein Handwerk.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Seine Leidenschaft für die Körperkunst entwickelte er schon früh, sein erstes eigenes Tattoo hatte er mit 15 oder 16 Jahren. Mittlerweile sind es stolze 85 Tattoos aufwärts, viele davon auch selbst gestochen. Er nehme oft wahr, dass Leute ihn wegen seiner vielen Tattoos anstarrten, erzählt Klinksiek. Meistens kämen aber positive Reaktionen, vor allem ältere Damen seien häufig ganz begeistert von der Körperkunst – auch diese gehören zu seinen Kunden. Es sei wie eine Sucht für ihn und auch für viele andere, Tattoos zu haben. Anfangs mache man sich noch viele Gedanken, dann möchte man immer mehr und irgendwann denke man sich: „Egal, einfach rauf.“

Wenn er jedoch Kunden ein Tattoo sticht, versucht er, vorher auf den Menschen einzugehen. Wie sicher ist er sich? Was gefällt ihm? Was macht den Menschen glücklich? All dies sind Fragen, die sich Kevin Klinksiek bei jedem Kunden stellt. Leidenschaft und den Anspruch zu haben, sich stetig verbessern zu wollen, sind ein großer Bestandteil seines Jobs. Ansonsten funktioniere es nicht, wenn man nur nach dem Geld gehe. „Ich freu’ mich genauso wie der Kunde über das schöne Tattoo“, sagt er.

Kevin Klinksiek arbeitete schon in vielen verschiedenen Studios, bereits seit er 21 Jahre alt ist auf selbstständiger Basis – so sei es in der Branche üblich. Zuletzt war er in Brake, wo er auch seinen Freund Marcus Harms „vom Geschäft gegenüber“ kennenlernte. Zu Beginn war es eine eher ironische Idee, zusammen ein Tattoostudio zu eröffnen. Klinksiek war mit seinem Arbeitsplatz jedoch nicht ganz zufrieden, generell sehnte er sich nach mehr Unabhängigkeit, denn er war es leid, sich vorschreiben zu lassen, was und wie er die Motive seiner Kunden zu stechen hatte. Daraufhin sprach er seinen Freund erneut auf die Idee an und siehe da: Kaum acht bis zehn Wochen später feierte ihr Studio in der Elsflether Fußgängerzone Eröffnung.

Beide sind mit dem Arrangement sehr glücklich: „Ich will da bleiben, wo ich gut aufgehoben bin“, sagt Kevin Klinksiek und richtet sich damit an seinen Freund und Geschäftspartner. „Er ist mein zweites Bein.“ „Er lebt seinen Job“, zeigt sich Marcus Harms von der Leidenschaft seines Freundes begeistert. Und: „Wir ergänzen uns.“ So auch bei der Namensgebung des Studios: Der Name stammt von Harms, das Design des Logos von Klinksiek.

Im „Zum goldenen Inker“ liegt der Mindestbetrag für ein Tattoo bei 80 Euro€. Beim Preis werden unter anderem der Aufwand, die Materialkosten und die Anschaffung teurer Gerätschaften berücksichtigt. Geöffnet ist das Studio dienstags bis samstags von 12 bis 18 Uhr und außerhalb der Zeiten nach Terminabsprache.

Jana Budde Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2452
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.