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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Volkstrauertag: Arbeiten für Frieden und Freiheit

13.11.2019

Elsfleth Es ist wieder einer dieser feuchtgrauen Novembertage. Dieser nasskalte Morgen mit seinem Regenschleier ist recht wenig einladend. Doch Karl-Heinz Pauli-Erythropel, der den Kragen seiner Jacke hochschlägt, kennt es kaum anders. „Zum Volkstrauertag haben wir oft so ein Wetter“, sagt er.

Der 70-Jährige muss es wissen. Denn Karl-Heinz Pauli-Erythropel ist Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Elsfleth und bereitet schon seit Anfang der 1990er Jahre den Tag des Gedenkens und der Mahnung zum Frieden vor. An diesem Sonntag, 17. November, findet am Denkmal beim Nicolai-Platz wieder eine Gedenkfeier statt. Den Ablauf hat er jetzt festgezurrt.

Es ist die einzige alljährliche Veranstaltung des Volksbundes in Elsfleth. „Mit den Vorbereitungen beginne ich Wochen vorher“, erzählt Karl-Heinz Pauli-Erythropel, der 1949 in Osnabrück geboren wurde und in Hameln aufwuchs. Der Ablauf ist den Beteiligten bewusst. Nach dem Friedensgottesdienst in der St.-Nicolai-Kirche, der um 10 Uhr beginnt, wird der Volksbund-Vorsitzende anschließend um 11.15 Uhr die Anwesenden auf dem Nicolai-Platz begrüßen, danach ist der Kirchenchor an der Reihe. Pastor Hans-Christof Rösner spricht diesmal das Totengedenken. Nach einem weiteren Lied werden Kränze vor dem Denkmal niedergelegt auch von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und der Soldatenkameradschaft. „Wir legen nach dem Gottesdienst auch Blumen an den Gräbern russischer Soldaten nieder“, merkt er an.

Beim Gedenken in Elsfleth, so Karl-Heinz Pauli-Erythropel, habe das Interesse in den zurückliegenden Jahren jedoch merklich nachgelassen. Wie fast überall. „Es ist gut und richtig, an die Gefallenen zu denken“, betont der pensionierte Schulleiter daher. Viel wichtiger aber sei es, die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen. Der Volkstrauertag ist nach seinen Worten ein Tag des stillen Gedenkens an alle Opfer von Krieg und Gewalt. Er sei zugleich ein Tag der Besinnung, verbunden mit der Frage, was die Menschen heute für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit tun könnten.

Gegründet wurde der Volksbund am 16. Dezember 1919, um nach den deutschen Kriegstoten des Ersten Weltkrieges zu suchen und deren Gräber zu pflegen. Als Karl-Heinz Pauli-Erythropel vor vielen Jahren zu einer Fahrt nach Belgien eingeladen wurde, besuchte er der Soldatenfriedhof in Lommel. Auf dem Friedhof ruhen 542 deutsche Gefallene aus dem Ersten und 38 560 aus dem Zweiten Weltkrieg. Seit 1953 betreut der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Friedhof. Der Volksbund unterhält am Friedhof zudem ein großes Informationszentrum und auch eine Jugendbegegnungsstätte.

„Als ich die vielen Gräber sah und die Kreuze mit den Namen auch ganz jung gefallener Soldaten, stand mein Entschluss fest“, so Karl-Heinz Pauli-Erythropel. Seitdem engagiert sich der heute 70-Jährige für Frieden und Freiheit.

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Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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