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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Musik: Ensemble meistert auch „ungefällige“ Stücke

26.11.2014

Nordenham Ein sehr abwechslungsreiches Programm mit vorwiegend christlichen Liedern hat jetzt der Bremerhavener Kammerchor unter der Leitung von Eva Schad bei einem Konzert in der Martin-Luther-Kirche präsentiert. Der knapp 30-köpfige Chor hatte mit diesem Programm gerade eine Reise durch Spanien hinter sich mit Auftritten in Madrid, Toledo und Segovia.

Die Stücke reichten von der englischen Renaissance über die Romantik bis in die Moderne des 20. Jahrhunderts. So bekamen die rund 140 Besucher eine Mischung aus gefälliger „schöner“ Musik mit vertrauten Harmonien zu hören, aber gezielt auch moderne „ungefällige“ Stücke, die dem Zuhörer in ihrer ungewöhnlichen Rhythmik und auch disharmonischen Wucht einiges abverlangten, bevor sie zum Genuss wurden. Die Texte waren deutsch, englisch, italienisch und lateinisch.

Im Zentrum des Chorabends stand die lateinisch gesungene Messe des Liechtensteiners Josef Rheinberger, die von den Sängern – doppelchörig gesungen – Erhebliches abverlangte. Es lag nicht nur an den vier Bässen, von denen drei aus Nordenham kamen, dass dieses spätromantische Werk in allen Stimmen so gut gelang. Vielleicht war insgesamt das Bassvolumen gegenüber den recht beherrschenden Sopranstimmen etwas unterlegen.

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Auch romantisch, sehr ergreifend und fein gesungen wirkten dann die Werke des Engländers Edward Elgar, des Norwegers Edvard Grieg und des Italieners Guiseppe Verdi.

Zart und auf der anderen Seite temperamentvoll-stark umgesetzt waren die drei sehr modernen ergreifenden Stücke des Franzosen Francis Poulenc, in denen sich Schmerz, Trauer und Zuversicht verbinden. Fast wild wirkte das „Lobe den Herrn“ des Norwegers Knut Nystedt. Die Harmonien dieser Stücke wurden immer wieder durchbrochen durch Gegenrhythmik und gezielte Disharmonien, die der Chor exzellent meisterte.

Kurze Erklärungen der Chorleiterin Eva Schad wirkten sehr auflockernd und halfen zu manchem weiteren Verstehen der Musik. Als kleines Bonbon sangen die beiden Jungsängerinnen Annika Heyen und Hanna Losch den „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck mit strahlenden warmen Stimmen. Das erzeugte bei manchem Zuhörer und auch Sänger vor Rührung feuchte Augen. Dazu passte dann am Schluss das in Chören sehr bekannte und beliebte romantische „Abendlied“ von Rheinberger „Bleib bei uns Herr, denn es will Abend werden“.

Nach dem überwältigenden Applaus sang der Chor als Zugabe noch ein modernes Stück von John Rutter mit dem Titel „I will sing the spirit“. Alles in allem erlebten die Besucher eine besonders hochwertige Chorleistung mit guten Stimmen unter klarer erfrischender Führung von Eva Schad.

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