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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Erotisches Schlagzeug-Solo beim „Cooldown“

17.12.2013

Brake „Mir ist warm, spiel mal sexy Auszieh-Musik“, fordert Tobias den Schlagzeuger Marvin auf. Schon hallt das wahrscheinlich erotischste Drum-Solo aller Zeiten durch das Central-Theater und Tobias wirft Jacke und Schal weg. Alles andere, inklusive Wollmütze, bleibt an, trotz weitergehender Aufforderung durch das Publikum. Was etwas an Chippendales erinnert, ist tatsächlich eine Zwischenepisode des Auftritts von „Der schüchterne Tod“ auf dem traditionellen WaterQuake-Cooldown im Kulturzentrum. Es gibt aber nicht nur was auf die Augen, sondern vor allem was auf die Ohren.

Den Anfang machen „From Swinging Songbooks“. Das Akustik-Duo, bestehend aus Emily Hartinger (Gesang) und Daniel Heiß (Gitarre), dürfte vielen von „The Mental Blank“ bekannt sein. In der kleinen, akustischen Besetzung bieten Hartinger und Heiß vornehmlich Coversongs, aber auch zwei selbstkomponierte Lieder. Das Repertoire reicht von Anouks „Nobodys Wife“ bis hin zu AC/DCs „Highway to Hell“. Nur von der Gitarre begleitet, kann sich Hartingers Stimme voll entfalten und weiß zu begeistern. Neben „Devil in Disguise“ präsentiert das Duo noch einen anderen neuen eigenen Song: „Not afraid to fall“.

Nach diesem stimmgewaltigen Auftakt entern die zwei, zumindest vom Namen her, schüchternen Jungs die Bühne. „Der schüchterne Tod“ aus Zeven sind Marvin und Tobias – und beide präsentierten sich überhaupt nicht schüchtern. Abgesehen von der kleinen Auszieh-Episode, kommen vor allem die Lieder des Duos frech-verdorben daher. Wenn „der schüchterne Tod“ über „Die Sportstudentin“, „Anna“ oder über Erlebnisse „Am Strand von Kreta“ singen, kommen unweigerlich Erinnerungen an Lieder von „Die Schröders“ oder der frühen Ärzte hoch. Nur auf Schlagzeug, Kazoo und Gitarre gespielt, bewegen sich die Lieder von „Der schüchterne Tod“ zwar gerne unterhalb der Gürtellinie, machen dabei aber trotzdem – oder gerade deswegen – jede Menge Spaß. Einen Tribut an Lokalgrößen gibt es auch – „Nestable“ dürfen sich darüber freuen, dass eines ihrer Lieder gecovert werden.

Schließlich dürfen die Headliner „Letterbox Salvation“ die rund 60 Zuhörer von ihrem Können überzeugen. Daniel Bremer (Gesang) und Alex Schlüter am Schlagzeug drehen die Schlagzahl noch etwas in die Höhe und heizten dem Publikum zum Ende noch einmal richtig ein. Mit Liedern wie „Sleep to see you“, „Love Remains“ oder dem eher balladesken „Whitecap Waves“ kann das Duo überzeugen. Die rockige Stimme von Bremer und die New-Folk-Einflüsse des Duos, gepaart mit den eingängigen Texten, sind ein gelungener Abschluss


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwzplay.de 

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