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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Lichtwoche In Butjadingen: Mehr als 600 Besucher sind verzaubert

25.10.2019

Fedderwardersiel „Kystlys“ ist das dänische Wort für Küstenlicht. Kystlys nennt sich auch das Künstlerduo aus dem nordrhein-westfälischen Marl, das in dieser Woche an sechs Orten zwischen Jade und Weser besondere Gebäude und Exponate in ein mystisches und bezauberndes Licht taucht. Mittwochabend war der Fedderwardersieler Hafen an der Reihe.

Mareike Helbing (32) und Rolf Arno Specht (50) sind leidenschaftliche Fotografen und kennen sich seit etlichen Jahren. In verschiedenen Projekten haben sie im Ruhrgebiet Fördertürme illuminiert und fotografiert. Durch mehrere Besuche der Inseln Terschelling (Helbing) und Föhr (Specht) als Kinder wurden beide früh Fans der Nordsee. Und so reifte in Mareike Helbing und Rolf Arno Specht der Entschluss, ihre Kunst auch an der Küste zu zeigen. Nach einigen Pilotprojekten im vergangenen Jahr fanden und finden unter der Regie von Kystlys dieses Jahr nun drei Lichterwochen statt – die letzte hier in der nördlichen Wesermarsch.

Mareike Helbing steckt viel Herzblut in die Projekt. Sie ist hauptberuflich in einem Medienhaus tätig und hat fast ihren gesamten Jahresurlaub in Kystlys investiert. Die 32-Jährige möchte Urlaubern in den Herbstferien etwas Einmaliges und Besonderes bieten. Sie möchte Einheimischen die Gelegenheit geben, Altbekanntes in ihrer Heimat mal ganz anders zu sehen und dadurch neu lieben zu lernen. Die künstlerische Herausforderung treibt Mareike Helbing an. Und sie freut sich, wenn die bei einer Lichtwoche entstandenen Fotos in den sozialen Netzwerken verbreitet werden und einer Region damit zu größerer Bekanntheit verhelfen.

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„Wenn es ein Verkehrschaos gab, wissen wir immer, dass der Abend erfolgreich war“, witzelte Rolf Arno Specht im Vorfeld der Veranstaltung in Fedderwardersiel. Mehr als 600 Besucher genossen letztlich im Kutterhafen die Lichtinstallationen. Beleuchtet von 100 LED-Strahlern, war das Nationalparkhaus in ein sattes Blau gehüllt, während die Fahrwassertonne, die alte Lok, die Wega II und der Kutter FED 2 in Rot und Grün die Blicke auf sich zogen. Auch die Bäume entlang der Häuserzeile waren mit Licht in Szene gesetzt. Viele Besucher hatten ihre Fotoausrüstung samt Stativen dabei. Nach Motiven mussten sie nicht lange suchen.

Feuer und Flamme

Die Lichtkünstler in die Wesermarsch geholt hat Ernst Tannen aus Nordenham; er ist der Vorsitzende der Stiftung Oberfeuer Preußeneck. Er hatte von einem Bekannten aus Wremen den Tipp bekommen und war sofort Feuer und Flamme, nachdem er sich mit Mareike Helbing und Rolf Arno Specht in Verbindung gesetzt hatte.

Vor Ort koordinierten am Mittwoch Melanie Schmidt und Sabine Schmidt von Tourismus-Service Butjadingen (TSB) sowie Dr. Felicitas Demann vom Nationalparkhaus die Aktionen. Sie waren überaus zufrieden mit dem Ablauf. Neben den Lichtinstallationen gab es allerlei Cateringstände und zu jeder vollen Stunde im Nationalparkhaus ein Programm mit Gedichten und Informationen rund um den Hafen. Annegret Martens, Teddy Rohde und Felicitas Demann freuten sich, dass ins Nationalparkhaus zeitweise fast keine Maus mehr passte.

Preußeneck folgt

Die Lichtwoche geht diesen Freitag mit dem Weserschlösschen in Blexen weiter. Samstag ist das Leuchtfeuer in Eckwarderhörne dran; im Rahmenprogramm spielt dort die Band Gezeiten-Rock. Am Samstag, 2. November, folgt zum Abschluss die Helios-Klinik in Esenshamm.

Mareike Helbing freut sich, zurzeit jeden Tag nette Norddeutsche kennenzulernen. Wie sehr ihr die Küste und deren Bewohner – auch die tierischen – ans Herz gewachsen sind, zeigt eine kleine Geschichte: Vor zwei Wochen hat die Nordrhein-Westfälin aus Versehen das Haus einer Nordseeschnecke zertreten. Sie hat für das Tier umgehend ein Behelfsterrarium gebastelt, in dem sie es so lange aufpäppelt, bis das Haus nachgewachsen ist. Vielleicht erfährt man ja in dem für 2020 geplanten Buch der Künstlergruppe Kystlys, ob dieses Vorhaben geglückt ist.


Mehr Infos unter   www.kystlys.eu 
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