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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Festival-Saison klingt ruhig aus

19.11.2012

Brake „Wir wollen ,Slayer’ hören“, schallt es aus dem Zuschauerraum, doch Slayer, eine amerikanische Thrash-Metal-Band, ist zu hart und zu schnell für den „WaterQuake Cooldown“ im Central-Theater. Das WaterQuake-Team hat nämlich drei poppig-ruhige Bands eingeladen, die das vornehmlich jüngere Publikum in die Winterpause verabschieden. „Die letzte Veranstaltung ist immer bewusst ruhiger und eher auf Unplugged-Musik ausgelegt“, erklärt Dennis Briddigkeit vom Organisationsteam.

Handwerklich solide

Die Bremer Band „Plain“ mit Oliver Kirschning (Gesang), Franz Rolf (Gitarre) und Ole Janßen (Gitarre) bietet zum Auftakt eine Mischung aus Pop und Poprock. So richtig will der musikalische Funke aber nicht überspringen. Obwohl die Mischung aus eigenen Stücken und Coversongs trotz anfänglicher technischer Probleme handwerklich solide ist, mangelt es der Band an diesem Abend an der nötigen Bühnenpräsenz, um die knapp 100 Jugendlichen so sehr zu fesseln, dass die durch Gespräche entstehende Grundlautstärke deutlich unter der Lautstärke der Musik liegen würde.

Die nachfolgenden Bands finden besseren Zugang, obwohl auch ihnen nicht die gesamte Aufmerksamkeit der Zuhörer zuteil wird. Reggae bietet das „Coffee Duo“, das ebenfalls aus Bremen kommt. Normalerweise besteht die Band „Coffee“ aus zehn Personen. In dieser Besetzung überzeugte sie 2011 auf dem WaterQuake-Festival. Aber die Gitarristen und Sänger Jonas Baumeister und Mario Varvarikés treten eben auch als Akustik-Duo auf. Sie bieten mittleren bis schnellen Reggae mit englischen und deutschen Texten und wagen dabei sogar politische Aussagen.

Bedingt durch die typische Betonung und Aussprache des Reggaes muss man aber schon genau hinhören, um alle Einzelheiten zu verstehen. Der beschwingenden und aufheiternden Wirkung tut dies allerdings keinen Abbruch. Im Gegenteil: Vereinzelt wird sogar zur Musik getanzt.

Die letzte Band wartet mit einer kleinen Überraschung auf. Normalerweise treten „Ben & Buddy“ als reines Duo auf, im Central-Theater werden sie jedoch durch den gebürtigen Braker Moritz Lenz am Bass unterstützt. Lenz dürfte vielen noch als Mitglied der Band „Project VII“ bekannt sein. Lenz spielt aktuell zusammen mit Ben bei „Sushi Drive In“.

Ob als Duo oder als Trio, die Musik von „Ben & Buddy“ bleibt die gleiche: größtenteils spielen sie bekannte und weniger bekannte Hits, die sie in ihrem besonderen Stil bearbeiten. Die kraft- und gefühlvolle Stimme von Ben, unterstützt von Buddy an der Gitarre und Lenz am Bass, verleiht selbst tausendmal gehörten Liedern wie „The Reason“ von Hoobastank eine neue Dimension.

Gute Bühnenpräsenz

Besonders überraschend ist die Bearbeitung der Hits „Come Together“ der Beatles und „Lose Yourself“ von Eminem. „Ben & Buddy“ nehmen beide Lieder und mischen sowohl Texte als auch Melodien zu einem eingängigen Pop-Rock-Stück zusammen.

Bevor das Duo für Auftritte engagiert wurde, hat es sich mit Straßenmusik einen Namen gemacht. Diese Erfahrung dürfte für die gute Bühnenpräsenz sorgen: Die Gäste singen mit, das Eis ist endgültig gebrochen. Die Fans schließen also die diesjährige Festival-Saison positiv ab.

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