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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Im Auge der Drohne

10.10.2015

Brake Die acht Motoren des Kopters springen an. Sogleich erfüllt ein leises, monotones Summen die Luft. Als die fünf Kilogramm schwere Drohne dann sanft vom Sandstrand abhebt stehen Sven Lüers und Philip Heyelmann konzentriert an ihren Steuergeräten. Während Sven Lüers die Drohne lenkt, die wie eine fliegende Spinne ausschaut, bedient Philip Heyelmann die Kamera. ->

Die beiden sind an diesem Tag für ein Filmprojekt gebucht worden. Gedreht wird für „Die Hände meiner Mutter“ unter der Regie von Florian Eichinger. Die „Steuerleute“ am Braker Strand warten auf das Ausflugsschiff „Gräfin Emma“, das mit der Filmcrew von Vegesack aus zum Harriersand laufen soll. Als der Dampfer in Sicht kommt, steuert Sven Lüers seine Drohne über die Weser, dabei ist er per Funkgerät in Kontakt mit dem Filmteam an Bord. Er folgt den Anweisungen, steuert seine Drohne wie gewünscht über das Schiff, Philip Heyelmann bedient die Kamera, um „Gräfin Emma“ und Besatzung aufzunehmen.

Im nächsten Jahr soll der Film ausgestrahlt werden. In den Hauptrollen sind die Schauspieler Jessica Schwarz und Andreas Döhler zu sehen, die ein verheiratetes Paar spielen. Es ist ein sensibles Thema, das verfilmt wird. In dem Drama geht es nämlich um Missbrauch in der Familie.

Den Elsflether Sven Lüers und den Butjenter Philip Heyelmann kümmert aber nicht so sehr die Handlung. Sie sind für die guten Bilder verantwortlich. „Es ist bereits die sechste Filmproduktion in diesem Jahr. für die ich gebucht bin“, erzählt Sven Lüers. Neben einer Tatort-Folge setzte er seinen Kopter auch für eine schwedische Kinder-Krimireihe ein. Seit vier Jahren ist er mittlerweile im Geschäft, auch für Arte und die dritten Fernsehprogramme hat er schon gearbeitet.

Dem Elsflether steht an diesem Tag zum wiederholten Mal Philip Heyelmann zur Seite, er ist seit zehn Jahren als Kameramann tätig. „Wir müssen darauf achten, dass wir die Drohne immer im Auge haben“, sagt er. „Wir helfen uns gegenseitig bei Aufträgen.“ Das Fluggerät zu steuern und gleichzeitig auch noch zu filmen, sei für eine Person unmöglich.

Vom Ufer aus hat Sven Lüers seine Drohne im Blick. Sie ist bis zu 80 Stundenkilometer schnell und darf beim Filmen bis zu 100 Meter hoch fliegen. Sie kann 13 Minuten in der Luft bleiben. Die Genehmigung des Luftfahrtbundesamtes liegt vor. „Gut wäre ein Führerschein und gezielte Aufklärung“, merkt Philip Heyelmann an und spielt auf den Missbrauch dieser Fluggeräte an.

Nach wenigen Minuten ist der Auftrag abgeschlossen. Die Drohne fliegt zurück an den Strand. Als die Motoren verstummen erlischt auch der Gedanke an einen Bienenschwarm, der durch die Luft schwirrt.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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