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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Fonsstock feiert Finale mit Punkrock-Legende

15.03.2017

Nordenham Christopher Joseph Ramone spielte ab 1989 in einer Band, die in der Punkszene ungefähr den gleichen Status hat wie Michael Jackson in der Pop-Musik. Die Band heißt The Ramones. Sie löste sich 1996 auf und wird noch heute von Punk-Freunden in der ganzen Welt verehrt. C.J. Ramone hat als Bassist die Geschichte der Drei-Akkorde-Koryphäen aus den USA mitgeprägt. Dass es dem Verein Fonsstock gelungen ist, diesen Mann fürs nächste Open-Air-Festival anzuheuern, ist schon ein ganz besonderer Coup. Der Auftritt von C.J. Ramone und seiner aktuellen Band ist zweifellos der Höhepunkt des zweitägigen Musik-Marathons, der am Freitag und Sonnabend, 16. und 17. Juni, auf der Osterfeuerwiese am Weserstrand stattfindet.

Der Vorstand (von links): Thomas Neumann, Matthias Weßels, Timo Adamietz und Volker Morisse BILD: LR

Fonsstock-Verein bestens aufgestellt: Führungsquartett einstimmig wiedergewählt

Der Himmel ist blau bei den Fonsstockern, aber in weiter Ferne zieht eine dunkle Wolke auf. So fasst Pressesprecher Jens Locker die Stimmungslage im Verein zusammen, der jetzt bei seiner Jahreshauptversammlung im ESV-Vereinsheim viel Positives zu berichten hatte. Aber er steht auch vor einer großen Herausforderung. Die für Ende des Jahres geplante Schließung der Nordenhamer Jugendherberge, stellt ihn vor große Probleme. Bisher konnte der Verein im Haus an der Strandallee, das nur einen Steinwurf vom Festivalgelände entfernt liegt, die Bands und auch einige Besucher unterbringen. Das wird 2018 aber nicht mehr möglich sein und treibt dem Vorstand schon jetzt Sorgenfalten auf die Stirn.

Der Vorstand wurde bei der Jahreshauptversammlung einstimmig wiedergewählt Ihm gehören weiterhin der Vorsitzende Thomas Neumann, sein Stellvertreter Volker Morisse, Schatzmeister Matthias Weßels und Schriftführer Timo Adamietz an. Und der hatte allen Grund, stolz und froh auf das Jahr 2016 zurückzublicken. Das Festival sei in jeder Hinsicht ein voller Erfolg gewesen. Nicht nur die Besucherzahlen, die Stimmung und die Erinnerungen aller Beteiligten waren positiv, sondern auch die Zahlen. Im vergangenen Jahr verbuchte Fons­stock bei einem Umsatz von 121 000 Euro einen Gewinn im unteren vierstelligen Bereich. Schatzmeister Matthias Weßels sagt: „Die Finanzen sind gut, der Verein ist gesund.“

Das Programm, das die Fonsstocker für die 23. Auflage ihres Festivals mit den Schwerpunkten Punk und Ska zusammengestrickt haben, enthält auch darüber hinaus jede Menge Kracher. Jamie Clark zum Beispiel hat ebenfalls ein Stück Musikgeschichte mitgeschrieben. Er war Gitarrist bei den Pogues, die in den Achtzigern und Neunzigern Riesenerfolge mit ihrer Irish-Folk-Punk-Rock-Mixtur gefeiert haben.

Außerdem hat der Verein einmal mehr The Real McKenzies verpflichtet. Die Jungs kommen zwar aus Kanada, aber sie fühlen sich ihren schottischen Wurzeln verpflichtet und tragen deshalb Schottenröcke bei ihrer krachenden Folkpunk-Show mit Dudelsack und harten Gitarrenriffs.

Natürlich ist auch Nordenhams älteste Boygroup wieder am Start. Der Nordenhamer Shantychor versetzt mit seinen launigen Seemannsliedern erfahrungsgemäß auch den härtesten Punk in Schunkelstimmung. „Fonsstock ohne den Shantychor wäre wie Donald Trump ohne Haarspray“, teilen die Fonsstocker mit und haben damit nicht ganz unrecht. Die zweite Gruppe, die bei Fonsstock ein Heimspiel hat, ist It Never Ends. Metal-Mucke aus Nordenham – die Jungs haben gerade erst in der Jahnhalle als Vorgruppe von Mob Rules ordentlich abgerockt.

Die lokale Musikszene mischt also wieder mit bei Fonsstock. Das Programm ist gleichwohl so international wie wohl nie zuvor. Neben C.J. Ramone aus den USA und den Schottenröcken aus Kanada kommen musikalische Gäste aus den Niederlanden, Frankreich, Spanien und sogar von der anderen Seite des Globus, aus Australien.

Freitag, 16. Juni

17 Uhr: Claydown: Alternative Rock (Oldenburg); 18 Uhr: It Never Ends: Metal (Nordenham); 19 Uhr: Macsat: Punk, Rock (Münster); 20.15 Uhr: Harsh Realms: Punkrock (Rosendaal, Niederlande); 21.30 Uhr: Bitume: Aku Punkrock (Oldenburg); 23 Uhr: Oferta Especial: Ska-Punk (Madrid, Spanien).

Samstag, 17. Juni

12.30 Uhr: Run Zero (Punkrock, Oldenburg); 13.30 Uhr: The Decline: Streetpunk (Perth, Australien); 14.30 Uhr: Karoshi: Stuntpunk (Köln); 15.30 Uhr: Shantychor Nordenham; 17 Uhr: Not Scientists: Punk, Rock, Indie (Lyon, Frankreich); 18.15 Uhr: Brew 36: Punkrock (Berlin); 19.45 Uhr: Jamie Clarks Perfect: Rock, Folkabilly (Europa); 21.15 Uhr: The Real McKenzies: Folk-Punk (Vancouver, Kanada); 23 Uhr: CJ Ramone: Punkrock (New York, USA).

Karten

Zwei-Tages-Tickets für das Fonsstock-Festival gibt es im Vorverkauf in allen Geschäftsstellen der Nordwest-Zeitung. Sie kosten 25 Euro. An der Abendkasse kosten sie 30 Euro. Ein Freitagticket gibt es für 15 Euro an der Abendkasse, ein Samstagticket für 20 Euro. Camping ist inklusive.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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