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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Theater: Frauenpower gegen fiese Frachthaie

17.03.2012

FRIEDRICH-AUGUST-HüTTE Gun­ter Gabriels Lied vom Trucker mit dem 30-Tonner-Diesel läuft im Radio. Aber Fernfahrer-Romantik will im Büro der Firma Lahmann Trans-Euro nicht so recht aufkommen. Rita Lahmann – ganz in schwarz gekleidet – trauert um ihren Mann, der viel zu früh das Zeitliche gesegnet hat. Gedankenverloren streicht sie über den antiken Schreibtisch des verstorbenen Spediteurs und kämpft mit den Tränen. Sie hat sich immer aus den Geschäften ihres Mannes herausgehalten. Aber jetzt ist sie gefordert, sich in dieser rauen Männerwelt Respekt zu verschaffen.

Reichlich Applaus

Tochter Kalli macht sie mit der Grundregel der Branche vertraut. Sie lautet „Wat steiht, köst Geld“. Und das ist auch der Titel des Stücks, mit dem De Plattdüütschen der Niederdeutschen Bühne Nordenham am Donnerstagabend im Kasino Friedrich-August-Hütte Premiere feiern. Die Stuhlreihen sind gerade einmal zur Hälfte besetzt. Knapp 60 Besucher sind gekommen. Dabei hätten De Plattdüütschen ein volles Haus verdient gehabt. Denn das gut aufgelegte Ensemble überzeugt mit einer gelungenen Aufführung. Und die wird zu Recht wird mit reichlich Applaus belohnt.

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Die Zuschauer erleben eine Rita Lahmann alias Renate Brüggemann, die sich immer mehr in die Geschäfte hineinfummelt. Und sie erleben eine Andrea Thormählen, die in der Rolle der Spediteurstochter Kalli Lahmann eine großartige Darstellung abliefert – vor allem sprachlich: Französisch, Portugiesisch, Englisch, Hoch- und natürlich Plattdeutsch hat sie drauf. Und wenn sie ihre Kollegen zusammenfaltet, zuckt selbst manch ein Zuschauer zusammen. Sie telefoniert mit Kunden in ganz Europa, schickt Trucker von Toulouse nach Frankfurt, von Athen nach Hamburg und sorgt dafür, dass Ölsardinen, Damenunterwäsche – oder was auch immer – ihr Ziel erreichen.

Es gibt jedoch ein Problem. Immer öfter schnappt ihnen die Konkurrenz die Ware vor der Nase weg. Die Frachthaie scheinen’s ganz gezielt auf die Spedition Lahmann abgesehen zu haben. Und ein schlimmer Verdacht kommt auf: Wird die Intrige in den eigenen Reihen gesponnen? Was ist mit Jens Utermöhlen (Heiko Dietz), dem neuen Lagerarbeiter? Steckt er dahinter? Welche Rolle spielt Walter Schemming (Lutz Bode), der Lagermeister? Oder hat etwa Hannes Diekmann Gerd Hantke), der Chef der Konkurrenz, seine Finger im Spiel?

Trucker-Sirtaki

Bis sich das Rätsel löst, geraten sie alle in Verdacht. Daraus bezieht das Stück seine Spannung. Ein weiteres Thema sind die Rollenklischees. Sollten sich Frauen nicht lieber beim Kaffeekränzchen und Nägellackieren die Zeit vertreiben, statt sich ums Geschäft zu kümmern? Die Protagonisten sind da durchaus unterschiedlicher Auffassung. Und natürlich ist die Geschichte gespickt mit komischen Momenten. Dafür sorgen vor allem die Trucker: Willi (Reiner Böning) tanzt nach seiner Rückkehr aus Piräus Sirtaki im Büro. Und Aage (Rolf Penningroth) ist nie mehr als ein freundliches „Jooo“ zu entlocken. Immerhin beherrscht der mundfaule Fernfahrer die Vokabel in unterschiedlichen Tonlagen. Humorvolle Sprüche aus dem Funkverkehr – „Dauert noch’n bisschen, ich glaub hier zählt jemand im Elbtunnel die Kacheln“ – machen aus dem Stück eine runde Sache.

Am Ende klatscht auch der Autor Applaus. Der 71-jährige Ingo Sax ist aus Hamburg angereist, um sich die Premiere anzuschauen. Er hat selbst einmal als Fernfahrer gearbeitet, kennt sich deshalb bestens aus in dem Gewerbe. 62 Theaterstücke hat er bis heute geschrieben. Und wenn irgendwo eines aufgeführt wird, versucht er, dabei zu sein. Von der Umsetzung der Plattdüütschen ist genauso angetan wie alle anderen Besucher.

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline/nwztv

Die Darsteller sind Renate Brüggemann (Speditionschefin Rita Lahmann), Andrea Thormählen (Tochter Kalli Lahmann), Heiko Dietz (Lagerarbeiter Jens Utermöhlen), Lutz Bode (Lagermeister Walter Schemming), Gerd Hantke (Spediteur Hannes Diekmann), Reiner Böning (Trucker Willi) und Rolf Penningroth (Trucker Aage Jespersen).

Hinter den Kulissen: Gudrun Oeltjen-Hinrichs (Regie), Heidrun Winter (Regieassistenz), Silvia Schmertmann (Inspizienz), Edith Dirksen (Souffleuse), Angelika Fensch, Sonja Bieber und Sylke Rautzenberg (Maske und Frisuren), Georg Modersitzki, Alexander Cleve, Manfred Scherotzki, Werner Scholz und Gerold Heien (Bühnenbau), Georg Modersitzki und Manfred Scherotzki (Bühnenmalerei), Almut Kowalski (Kostüme), Rolf Puhl (Requisiten und Fotos), Detlef Jansen und Kevin Heimbucher (Technik).

Zehnmal wird das Stück „Wat steiht, köst Geld“ im Kasino Friedrich-August-Hütte aufgeführt. Abendvorstellungen (Beginn: 20 Uhr) sind 15. 22., 23, 24., 29., 30. und 31. März. Nachmittagsvorstellungen sind (Beginn 15 Uhr) sind am 17., 18. und 25. März. Die Karten gibt es im Vorverkauf in der Geschäftsstelle der Nordwest-Zeitung an der Bahnhofstraße 31.

Die Darsteller sind Renate Brüggemann (Speditionschefin Rita Lahmann), Andrea Thormählen (Tochter Kalli Lahmann), Heiko Dietz (Lagerarbeiter Jens Utermöhlen), Lutz Bode (Lagermeister Walter Schemming), Gerd Hantke (Spediteur Hannes Diekmann), Reiner Böning (Trucker Willi) und Rolf Penningroth (Trucker Aage Jespersen).

Hinter den Kulissen: Gudrun Oeltjen-Hinrichs (Regie), Heidrun Winter (Regieassistenz), Silvia Schmertmann (Inspizienz), Edith Dirksen (Souffleuse), Angelika Fensch, Sonja Bieber und Sylke Rautzenberg (Maske und Frisuren), Georg Modersitzki, Alexander Cleve, Manfred Scherotzki, Werner Scholz und Gerold Heien (Bühnenbau), Georg Modersitzki und Manfred Scherotzki (Bühnenmalerei), Almut Kowalski (Kostüme), Rolf Puhl (Requisiten und Fotos), Detlef Jansen und Kevin Heimbucher (Technik).

Zehnmal wird das Stück „Wat steiht, köst Geld“ im Kasino Friedrich-August-Hütte aufgeführt. Abendvorstellungen (Beginn: 20 Uhr) sind 15. 22., 23, 24., 29., 30. und 31. März. Nachmittagsvorstellungen sind (Beginn 15 Uhr) sind am 17., 18. und 25. März. Die Karten gibt es im Vorverkauf in der Geschäftsstelle der Nordwest-Zeitung an der Bahnhofstraße 31.

Noch neunmal wird das Stück „Wat steiht, köst Geld“ im Kasino Friedrich-August-Hütte aufgeführt. Abendvorstellungen (Beginn: 20 Uhr) sind am 22., 23., 24., 29., 30. und 31. März. Nachmittagsvorstellungen (Beginn 15 Uhr) sind am 17., 18. und 25. März. Die Karten gibt es im Vorverkauf in der Geschäftsstelle der Nordwest-Zeitung an der Bahnhofstraße 31.

Hinter den Kulissen: Gudrun Oeltjen-Hinrichs (Regie), Heidrun Winter (Regieassistenz), Silvia Schmertmann (Inspizienz), Edith Dirksen (Souffleuse), Angelika Fensch, Sonja Bieber und Sylke Rautzenberg (Maske und Frisuren), Georg Modersitzki, Alexander Cleve, Manfred Scherotzki, Werner Scholz und Gerold Heien (Bühnenbau), Georg Modersitzki und Manfred Scherotzki (Bühnenmalerei), Almut Kowalski (Kostüme), Rolf Puhl (Requisiten und Fotos), Detlef Jansen und Kevin Heimbucher (Technik)

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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