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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

SCHAUSPIEL: Freilichttheater begeistert das Publikum

15.06.2009

RODENKIRCHEN Viel Applaus ernteten die Darsteller und das Regieteam für die erste Freilichtinszenierung „Dude und Gerold – der Bruderkuss“ des „Freilichtspektakels Stadland“ nach der Premiere am Freitagabend auf dem Marktplatz. Bei sehr kühlem, aber trockenem Wetter wurde das Historienspiel auch von Nachkommen der dargestellten Familie Lübben positiv beurteilt (sie gesonderten Bericht).

Die Darsteller schafften die Premiere fast ohne Zwischenfälle. Nur einmal fiel das Mikrophon eines Akteurs aus, doch in dem großen Rund waren seine Worte dennoch zu verstehen. Die riesige Bühne mit den hohen Begrenzungswänden, auf deren Top sowohl Szenen im Garten eines Bremers als auch Szenen bei der Erstürmung der Vredeborch gespielt wurden, bildete eine gute Klangschale in Kombination mit den drei bedachten Tribünenelementen gegenüber.

Viele der rund 950 Premierengäste hatten sich mit Wolldecken und Sitzkissen versorgt. Ab und zu zog ein kühler Windhauch in den Rücken, aber dem Theatergenuss tat das keinen Abbruch.

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Die beiden Hauptfiguren Dude (Olaf Adebar) und Gerolt (Tammo Albers), die in Ketten zum Henker geführt wurden, bildeten die Anfangsszenerie und die Schlusssequenz, womit sich der Kreis für den Zuschauer rein inhaltlich wieder schloss.

Neun Kapitel

In den neun Kapiteln dazwischen wurde die Geschichte der Familie Lübben und der Söhne Dude und Gerolt in mehreren Zeitsprüngen erzählt. Die Beziehung des Stadlander Häuptlings Dide Lübben zu den Bremern und die Rivalität zu den Butjadinger Häuptlingen, aber auch der Bau der Vredeborch und die Heimtücke beim Versuch sie zu erstürmen werden so geschildert.

Um dem Zuschauer die Möglichkeit zu geben, diese Zeitsprünge nachzuvollziehen, setzte Autor und Regisseur Thomas Willberger die Figur des Bauern Ailt ein (Rolf Bahr), der mit seinen beiden Eseln nach Bremen und zurück zog und sich mangels menschlicher Gesellschaft mit seinen Lasttieren unterhielt.

Die Zuschauer schmunzelten beim Anblick der Esel, die manchmal zu schnell und manchmal zu langsam waren, aber immer bei einsetzendem Applaus die Flucht ergreifen wollten.

Während im ersten Teil die Szenen manchmal schleppend und langatmig waren, nahm die Inszenierung im zweiten Teil nach der Pause deutlich an Fahrt auf. Dort beeindruckte vor allem der Angriff der Stadlander auf die Vredeborch und die mit geschickten farbigen Lichtakzenten und athmosphärischen Klängen untermalte Schlachtszene mit mehreren Aktionen und vielen Kämpfern. Es wird schwierig sein, eine solche Atmosphäre bei Nachmittagsvorstellungen zu wiederholen.

Am Ende des zweieinhalbstündigen Historienspieles waren die Zuschauer begeistert. Sie ließen sich zu stehenden Ovationen mit Bravo-Rufen und Füßetrampeln verleiten.

Buntes Schlussbild

Das lag nicht zuletzt am bunten Schlussbild mit der Köpfungsszene im Zentrum der Bühne. Die eigentliche Köpfung löste Regisseur Willberger, in dem er das zuschauende Volk nahe an den Henker und sein Opfer herantreten ließ, so dass nur noch das schwingende Schwert und der Aufschrei des Volkes zu sehen waren.

Die ganze Farbenpracht und Verschiedenartigkeit der mittelalterlichen Kostüme, die von Produktionsleiter und Kostümbildner Steffen Ledjedzinski entworfen wurden, wurde sichtbar beim Schlussapplaus, als alle 70 Darsteller noch einmal auf die große Bühne kamen und frenetisch beklatscht wurden. Sie erhielten von Vorstandsmitgliedern des Freilichtspektakels eine Rose als Dankeschön für gelungene Gemeinschaftsarbeit.

Mehr Bilder unter www.NWZonline.de/fotos-wesermarsch

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