• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Freude über Kulturgut-Status

05.12.2015

Wesermarsch Jubel an den Schießständen der Wesermarsch: Das Schützenwesen steht künftig auf der Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes. „Das ist phänomenal für uns“, erklärt Manfred Hagen, 2. Vorsitzender des Schützenvereins Brake. „Die Auszeichnung ist ein gutes Argument für unser Vereinsleben. Jetzt sind wir wer“, meint Hagen. Auch im Hinblick auf die Kritik, die die Schützen wegen des Umgangs mit Waffen immer wieder über sich ergehen lassen müssen.

Auch in Boitwarden nahmen die Schützen die Auszeichnung positiv auf. „Wir haben eine lange Tradition. Die Auszeichnung bewertet das sehr positiv“, sagt Erwin Hayen, langjähriger Schütze im Verein Boitwarden. Er stellt sich nun die Frage, was die Auszeichnung vor Ort bedeutet. „Welche Vorteile haben wir davon?“, fragt Hayen. Das positive Signal auch für die Jugend sei durch die Auszeichnung auf jeden Fall gegeben, meint er.

Das Schützenwesen sei ein großes Stück deutscher Geschichte. Allein die Vereine Brake (1849) und Hammelwarden (1883) zeugten davon. „Es ist schön, dass die Unesco das mit der Auszeichnung auch anerkennt“, erklärt Holger Meyer, Vorsitzender des Hammelwarder Schützenvereins. Das Ansehen der Schützen habe in der Vergangenheit sehr gelitten. Nach Amokläufen stünden die Schützenvereine regelmäßig in der Kritik. „Dabei schießen nur noch wenige Verein mit Großkalibern“, so Meyer. Die daraus resultierende Verschärfung des Waffenrechts stellte die Schützen vor Herausforderungen. „Die Schießstände müssen immer auf aktuellem Stand sein. Dabei darf man nicht vergessen, dass die Vereine ihre Liegenschaften selbst finanzieren“, sagt Meyer. Er ist gespannt, was die Ernennung nach sich zieht.

Dass die Unesco die Tradition ehrt, freut auch Golzwardens Schützenvereinsvorsitzenden Stephan Meyer. „Doch Tradition allein zieht vor allem junge Mitglieder nicht in den Verein“, erklärt Meyer. Die Vereine müssten auch mit Lichtpunktschießen oder Bogenabteilungen um junge Mitglieder werben.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.