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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Frieden, Liebe und Tee

05.04.2016

Brake Der eine singt von den Frighteners, der andere von Augen aus Gold: Joe Innes und Matt Henshaw sind Gegensätze, die am Samstag im Harrier Hof zusammenfanden. Vor rund 40 Gästen, was im Harrier Hof mit „fast bis auf den letzten Platz besetzt“ gleichzusetzen ist, spielten die beiden Briten nacheinander ein insgesamt fast zweistündiges Konzert.

Joe Innes aus London machte den Anfang. 2012 brachte Innes zusammen mit seiner Band „The Calvacades“ das von der Kritik zu Recht positiv aufgenommene Album „The Frighteners“ heraus, 2014 folgte die EP „Brian, I’m a genius too“. Im Harrier Hof sang Innes mit schmaler Besetzung, ihm zur Seite nur der Calvacade Patrick Degenhardt an der Cajon. Der Charme von Joe Innes liegt nicht nur in der leicht sonoren Stimme, sondern auch in dem als Singer-Songwriter-Folk getarnten, leicht morbiden Humor. Lieder wie „Sweetheart Revolution“ kommen im beschwingten Folkgewand eines Liebesliedes daher, doch der Text macht klar: Es geht weniger um eine erfüllte Liebe, sondern um die Hölle einer nicht erwiderten Liebe.

Die Melodien von Innes klingen dabei gerne wie alte Freunde, von denen man fest überzeugt ist, sie von irgendwo zu kennen, andere, wie „Fables“ von der aktuellen EP, bedienen sich auf deutlich ironisch-sarkastische Weise bei anderen Lieder. Die vielfältigen musikalischen Tarngewänder und falschen Freunde vermischen sich mit den in schlichten Worten, aber mit tiefer Bedeutung daherkommenden Texten zu einem musikalischen Erlebnis, das sich lohnt. Das sah auch das Publikum im Harrier Hof so: Viel Applaus begleitete den ersten Teil des Konzerts.

Aber auch bei Matt Henshaw wollte die Begeisterung nicht abbrechen. Der aus Nottingham stammende Singer-Songwriter kontrastierte Joe Innes auf vielfältige Art und Weise. Heller Gesang, eher in Richtung Pop gehende Melodien und immer ein Lächeln auf dem Gesicht verhält sich Henshaw zu Innes wie die Nacht zum Tag. Mit seinem langsam nach Deutschland schwappenden Hit „Easier“ oder dem mit dem Galaxy Award ausgezeichneten „Your eyes are made of gold“ ließ Henshaw die Sonne im Harrier Hof aufgehen.

„Frieden, Liebe und Tee“, so beschrieb Henshaw seine Musik. Kaum zu glauben, dass Henshaw erst seit etwas mehr als zwei Jahren professionell als Musiker unterwegs ist: Die eingängigen Gitarren-Melodien des Singer-Songwriters und die zu Recht als „honigsüß“ beschriebene Stimme klingen nach jahrelanger Erfahrung.

Auch bei Henshaw kamen die Einflüsse deutlich zum Vorschein: Ein Lied trug Spuren von Bob Dylan und auch eine Hommage an Sam Cooke versteckte sich im Programm. Mehrere Zugaben beendeten den Abend.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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