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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Mit Alma Rogge aus Rodenkirchen auf ganz neuen Pfaden

15.01.2019

Friedrich-August-Hütte Am Donnerstag, 7. Februar, jährt sich der Todestag der aus Rodenkirchen stammenden Schriftstellerin Alma Rogge zum 50. Mal. Die Niederdeutsche Bühne Nordenham, De Plattdüütschen, nimmt dieses Datum zum Anlass, das Jahr 2019 zum Alma-Rogge-Jahr auszurufen. Im Mittelpunkt steht dabei ein Dokumentarstück, das genau am 7. Februar Premiere im Kasino Friedrich-August-Hütte feiert. „Alma Rogge – eine Annäherung“ heißt es. Das ambitionierte Projekt ist in mehrfacher Hinsicht ein ganz besonderes in der Geschichte der Nordenhamer Amateur-Bühne.

Viel Recherchearbeit

Die Plattdütschen haben das Stück selbst entwickelt. Das bedeutet vor allem, dass sie sehr viel Recherchearbeit betrieben haben. In erster Linie haben sich die beiden Regisseure darum gekümmert. Dabei handelt es sich um Kathrin Busch aus der Gemeinde Loxstedt und um Leon Nungesser, der seit 2017 die Jugendtheatergruppe der Plattdüütschen leitet und zurzeit an der Universität Hildesheim Szenische Künste studiert.

Die beiden haben stundenlang in Archiven gekramt und viel gelesen, um Fakten zusammenzutragen. Dabei wollten sie auch herausfinden, welche Einstellung die Schriftstellerin zum Nationalsozialismus hatte. „Das ist natürlich ein wichtiges Thema im Stück“, sagt Kathrin Busch. Dabei betont sie, dass kein Urteil über Alma Rogge gefällt wird. Das bleibe dem Zuschauer überlassen.

Über den Inhalt des Stücks wollen Kathrin Busch und Leon Nungesser noch nicht allzu viel verraten. Nach den Worten der Regisseurin wird aber ein zentrales Thema die Freundschaft von Alma Rogge zu Hanna Wisser-Thiemig sein. Die beiden Frauen sind in Rodenkirchen gemeinsam begraben. Kathrin Busch geht davon aus, dass Alma Rogge und Hanna Wisser-Thiemig, die sich während ihrer gemeinsamen Studentenzeit in Bad Kreuznach kennenlernten, mehr als nur eine Freundschaft verbunden hat. Die Beziehung der beiden Frauen ist für Kathrin Busch ein besonders spannender Aspekt in der Lebensgeschichte von Alma Rogge.

Kathrin Busch verrät, dass das Publikum Texte von Alma Rogge und Anekdoten aus ihrem Leben zu hören bekommt. Bühnenleiter Torsten Lange ergänzt, dass sich das Ensemble sehr intensiv mit dem Heimatbegriff auseinandersetzt. Es wird plattdeutsch und hochdeutsch gesprochen.

Wie Torsten Lange weiter mitteilt, hat die Recherchearbeit im März vergangenen Jahres begonnen. Seit September wird geprobt. Die Plattdüütschen hatten in einem öffentlichen Aufruf Darsteller gesucht. Zu diesem Termin waren auch Interessierte gekommen, die Alma Rogge noch persönlich erlebt hatten.

Zwölf Darsteller

Zur Darstellerriege gehören nicht nur Bühnenmitglieder – auch aus der Jugendgruppe der Plattdüütschen –, sondern weitere Mimen mit mehr oder weniger Bühnenerfahrung. Zwölf Schauspieler, die teilweise in mehrere Rollen schlüpfen, spielen in dem Stück.

- Zum Ensemble der Plattdüütschen gehören Luca Tom Goltz, Gudrun Günterberg, Jane Kleidon, Lasse Kramer, Bettina Müller, Melanie Müller, Luca Priebe, Udo Rohde, Melanie Ruprecht, Eric Stöver, Rolf Warnke und Heidrun Winter.

- Achtmal wollen die Plattdüütschen ihr Stück im Kasino Friedrich-August-Hütte aufführen: Abendvorstellungen (Beginn: 19.30 Uhr) sind am Donnerstag, 7. Februar, Freitag, 8. Februar, Mittwoch, 13. Februar, Donnerstag, 14. Februar, und Freitag, 15. Februar. Nachmittagsvorführungen (Beginn: 15.30 Uhr) sind am Samstag, 9. Februar, Sonntag, 10. Februar, und Samstag, 16. Februar.

Karten gibt es zum Preis von zehn Euro (Reihen eins bis fünf) und neun Euro (Reihen sechs bis zehn) in der Geschäftsstelle von Nordenham Marketing & Touristik am Marktplatz.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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