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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Junges Ensemble lässt 50er-Jahre aufleben

24.04.2019

Friedrich-August-Hütte Die meisten Darsteller, die im neuen Stück der Plattdüütschen mitspielen, sind jünger als 20 Jahre. Für sie ist die Zeit des Wirtschaftswunders Lichtjahre entfernt. Sie kennen die 50er-Jahre, wenn überhaupt, aus Erzählungen ihrer Großeltern. Aber mit Beginn der Proben sind sie ganz tief eingetaucht in dieses Jahrzehnt. Sie wissen jetzt, was gemeint ist, wenn jemand fragt: „Welches Schweinderl hätten’s denn gern?“. Ja, auch Robert Lemkes Fernsehquiz „Was bin ich?“ hat seinen Platz in der Musikrevue, mit der die Plattdüütschen der Niederdeutschen Bühne Nordenham am Freitag, 26. April, Premiere feiern. „Wi sünd woller wer“ heißt die musikalische Szenen-Collage, die beste Unterhaltung verspricht und insgesamt zehnmal im Kasino Friedrich-August-Hütte zu sehen ist.

Tickets bei NMT

Zehn Aufführungen sind im Kasino-Friedrich-August-Hütte geplant. Die Premiere am Freitag, 26. April, ab 19 Uhr ist ausverkauft. Weitere Aufführungen sind am Sonntag, 28. April ab 15.30 Uhr und am Mittwoch, 1. Mai, ab 11 Uhr (mit Frühschoppen ab 9 Uhr). Anschließend gibt es nur noch Abendvorstellungen, die um 19.30 Uhr beginnen: Donnerstag, 2. Mai, Freitag, 3. Mai, Samstag, 4. Mai, Mittwoch, 8. Mai, Donnerstag, 9. Mai, Freitag, 10. Mai, und Samstag, 11. Mai.

Tickets gibt es im Vorverkauf in der Geschäftsstelle von Nordenham Marketing & Touristik am Marktplatz. Für die vorderen Reihen kosten sie zehn Euro, für die hinteren Reihen neun Euro.

Die Darsteller: Hakan Henken, Dennis Tosun, Til Kara, Katja Kramer, Davina Carstens, Melanie Ruprecht, Melissa Hattermann, Henrike Folkens, Jessica Rother, Nico Otholt, Niklas Eppler, Daniel Gepting, Jacqueline Haase und Dilan Dogan.

In der Band spielen Tjark Klävemann (Schlagzeug), Ben Minßen (Keyboard) und Timothy Trinks (Gitarre).

Die 50er-Jahre bieten reichlich Stoff für einen spannenden und unterhaltsamen Rückblick zwischen Eisernem Vorhang, Petticoat und Backpulver von Dr. Oetker. Fernsehkoch Clemens Wilmenrod erfindet den Toast Hawaii, eine Nation träumt von der Liebe in Paris, von den Caprifischern in Bella Italia, sie wäscht ihre Klamotten mit der Constructa, tuckert mit der Isetta an den Baggersee, sie bejubelt Peter Alexander, Caterina Valente und ihre Fußballer, die 1954 die Weltmeisterschaft gewinnen.

Philip Lüsebrink hat aus all den Zutaten der 50er-Jahre eine Musikrevue zusammengebastelt. Der Hamburger ist studierter Opernsänger. Er arbeitet darüber hinaus als freischaffender Regisseur. Und seit Anfang März probt er mit dem Ensemble der Plattdüütschen.

Insgesamt 38 Lieder aus den 50er-Jahren gibt es in dem Stück zu hören. Und es kommt nichts vom Band. Die Plattdüütschen singen selbst. Ob „Souvenirs, Souvenirs“ von Bill Ramsey oder „Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien“. Getanzt wird ebenfalls. Die Musik steuert eine dreiköpfige Live-Band bei, die ebenfalls aus jungen Leuten besteht.

Für die junge Darstellerriege ist das größtenteils Neuland. Und das gilt auch für die Bühne selbst. Bereits mit ihrem jüngsten selbst entwickelten Stück über die Heimatdichterin Emy Rogge hatten sich die Plattdüütschen auf ungewohntes Terrain begeben. Jetzt folgt das nächste Experiment.

Die Schauspieler, die Bühnenleiter Torsten Lange für die Musikrevue gewinnen konnte, kommen zum Teil aus der Nachwuchsgruppe der Niederdeutschen Bühne, Tusculum. Einige haben sich nach einem öffentlichen Aufruf für das Projekt begeistert. Weitere Darsteller sind durch Mundpropaganda dazugekommen. Insgesamt sind 36 Männer, Frauen und Jugendliche an der Produktion beteiligt – vor und hinter den Kulissen. Das Publikum bekommt ein tolles Bühnenbild zu sehen. Im Mittelpunkt steht ein überdimensionaler Schwarz-Weiß-Fernseher. Auch die Kostüme können sich sehen lassen. Sie kommen zum Teil aus dem Fundus der Plattdüütschen. Einige sind dazugekauft oder selbst geschneidert.

Das Lebensgefühl der 50er-Jahre möglichst authentisch auf die Bühne zu bringen – darum geht es Philip Lüsebrink. In erster Linie will er das Publikum unterhalten. Aber er wirft auch Schlaglichter auf die Schicksale der Menschen in der damaligen Zeit. Zum Beispiel auf die vielen Männer, die aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrten und sich in der alten Heimat, die irgendwie ganz neu war, erstmal wieder zurechtfinden mussten.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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