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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Schiffbau: Frische Farbe für alte Dame

09.05.2015

Elsfleth Frisch herausgeputzt machte sich am Freitagmorgen der Großsegler „Eye of the Wind“ auf den Weg zum Hamburger Hafengeburtstag, wo er an der traditionellen Schiffsparade teilnehmen wird. In den letzten Wochen wurde der Zweimaster in der Elsflether Werft generalüberholt. Ausgeführt wurden Reparaturen an der Takelage, außerdem wurde das Schiff entrostet und neu bemalt und mit einer neuen Frischwasserpumpe ausgestattet.

„Einmal im Jahr kommen wir für Reparaturarbeiten mit dem Schiff in die Elsflether Werft“, berichtete Kapitän Cornel Greth. Er übergab das Kommando in Elsfleth an seine Kollegin Nora Moro de Lange. „Wir wechseln uns alle zwei bis drei Monate ab“, erklärte er. Im Sommer sei der 330 Tonnen schwere Segler meist in der Ostsee auf Fahrt, im Herbst und Frühling im Mittelmeer und im Winter in der Karibik. Zehn Mann Besatzung sind mit an Bord.

Unter Kapitänin Moro de Lange ist die „Eye of the Wind“ die nächste Zeit unter einer rein weiblichen Führung unterwegs, auch die beiden Schiffsoffiziere sind Frauen: Lisa Kohlmeier und Britta Altendorf. Moderne Zeiten auf dem Segelschiff, das bereits eine bewegte Geschichte hinter sich hat.

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Bekannt in Hollywood

1911 lief das Schiff vom Stapel der Lühring Werft in Brake und war zunächst unter verschiedenen Namen als Frachtschiff in Nord- und Ostsee unterwegs. Im Herbst 1955 strandete es während eines schweren Orkans an der schwedischen Westküste und wurde repariert.

Im Januar 1970 vernichtete ein Feuer das gesamte Achterschiff (hinterer Teil) und den Maschinenraum. Die Brigg stand kurz vor der Verschrottung – bis sie 1973 von Anthony Timbs aus Großbritannien gekauft wurde. In den ehemaligen Laderäumen entstanden unter seiner Führung ein schicker Salon und bequeme Unterkünfte für Besatzung und Passagiere. Ein neuer Motor wurde eingebaut – und der heutige Name „Eye of the Wind“ vergeben. Gleich bei der ersten Reise stand eine Weltumseglung auf dem Programm. Auch in Hollywood machte der Großsegler sich einen Namen, er diente unter anderem 1980 im Film „Die blaue Lagune“ als Kulisse.

Seit 2009 ist die „Eye of the Wind“ im Besitz des Unternehmens Forum Sail & Trail und wird für Gruppenreisen und Führungskräftetrainings eingesetzt. Zwölf Passagiere können mit an Bord leben – und wenn sie wollen, auch in die Masten klettern und mit anpacken.

Neue Galionsfigur

Vielleicht sehen die Elsflether das Schiff mit den markanten braunen Segeln schon bald wieder: Während der Atlantik-Passage im vergangenen Winter riss ein heftiger Sturm die Galionsfigur ins Meer. Für die Anfertigung der neuen Figur ist der Künstler Claus Hartmann von der Weserinsel Harriersand im Gespräch. Er hat bereits mehrere Entwürfe eingereicht, bestätigte er am Freitag im Gespräch mit der NWZ .


     www.eyeofthewind.net 
Friederike Liebscher Redakteurin / Lokalredaktion
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