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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Gambia: „Wir können von den Afrikanern lernen“

21.02.2020
Frage: Waren Sie schon einmal in Gambia, Herr Spiekermann?

Gerd Spiekermann: Nein, aber in Ostafrika, in Tansania. Meine Frau war dort ein Jahr lang als Sozialarbeiterin tätig – am Viktoriasee, überwiegend in der Stadt Bukoba. 2006 habe ich sie zusammen mit zwei unserer vier Kinder abgeholt, und dann sind wir vier Wochen durch das Land gereist.

Frage: Da haben Sie viel gesehen. Was braucht Afrika Ihrer Meinung nach?

Gerd Spiekermann: Jedenfalls keine Ratschläge von uns; wir haben immer die westliche Brille auf. Ich bin dagegen, den Afrikanern zu sagen, was sie brauchen; das sollen sie uns sagen.

Frage: Was ist Ihnen in Tansania aufgefallen?

Gerd Spiekermann: Das ostafrikanische Lebensgefühl. Es ist ganz anders als bei uns, völlig ohne Hektik. Die Leute lassen sich Zeit für andere Menschen, wenn sie ihnen begegnen, und sie sind hilfsbereit. Bei unserer Tour durch Tansania sind wir drei Mal mit unserem Fahrzeug unterwegs liegen geblieben, und immer sind nach kurzer Zeit Leute gekommen, die so lange telefoniert haben, bis Hilfe gekommen ist. Wir können eher von den Afrikanern lernen als sie von uns.

Frage: Sie sind ja seit fünf Jahren im Ruhestand. Wie geht es Ihnen als Rentner?

Gerd Spiekermann: Meine Frau und ich sind nach wie vor Pflegeeltern. Gerade haben wir ein 17-jähriges Mädchen bei uns. Es ist das 71. Pflegekind, das wir aufgenommen haben. Einige sind nur ein paar Tage geblieben, andere bis zu anderthalb Jahren.

Frage: Wie sind Sie dazu gekommen?

Gerd Spiekermann: Meine Frau und ich wollten immer eine große Familie mit sechs Kindern haben. Aber nach der vierten Geburt konnte meine Frau keine weiteren Kinder mehr bekommen. Als wir dann Mitte der 90er Jahre in der Zeitung die Anzeige eines Vereins für Pflegeeltern lasen, haben wir uns gemeldet. Damals war unser jüngstes Kind viereinhalb Jahre alt und wir wollten gern weitere. Die Pflegekinder haben uns immer sehr viel Freude gemacht, auch wenn es gelegentlich anstrengend war.

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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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