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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Gartenkultur als Spiegel der Herrschaftsstrukturen

29.03.2017

Elsfleth Der pensionierte Landschaftsarchitekt Antonius Bösterling nahm seine Zuhörer mit seinem Vortrag „Gartenkultur im Oldenburger Land“ im Heye-Saal zu einer interessanten Reise in die Geschichte der Parks, Gärten, Alleen und Friedhöfe im Oldenburger Land mit. Eingeladen hatte das Frauenteam der „Offenen Gärten Elsfleth“.

Nicht nur im Oldenburgischen spiegelte die Gartenkultur vergangener Jahrhunderte die Herrschaftsstrukturen und Wirtschaftskraft wieder. Veränderungen in der Gesellschaft gingen auch mit Veränderungen in der Kultur herrschaftlicher Parks und Gärten einher. Es ist kein Zufall, dass gegen Mitte und Ende des 18. Jahrhunderts in den Gärten der Natur wieder die Freiheit zugestanden wurde und die geometrische Strenge der barocken Gärten aufgelöst wurde. Ein Beispiel für das „Zurück zur Natur“ sind der Park und das Schloss Trianon der französischen Königin Marie Antoinette.

„Tugend und Natur führen zu Gott“: In diesem Sinne wirkte in Oldenburg Herzog Peter Friedrich Ludwig bei der Planung und Gestaltung des Schlossgartens. Der Park wurde 1814 eingeweiht. Des Herzogs Hofgärtner, Julius Bosse, betreute den Schlossgarten, der im Geist der Aufklärung wie ein englischer Landschaftsgarten konzipiert wurde, über 42 Jahre lang. Unter Carl Ferdinand Bosses Regie – Vater von Julius Bosse – entstand auch der Rasteder Schlossgarten.

Die Sommerresidenz der Oldenburger Herzöge verfügt über ein stattliches Areal von 330 Hektar. Der Park rund um das Schloss Jever hat ebenfalls alle Charakteristika eines englischen Landschaftsgartens.

Bemerkenswerte Landschaftsparks finden sich auch in Delmenhorst. In Wilhelmshaven erfüllt der von Kaiser Wilhelm II gestiftete Garten den Zweck eines Volksparks. Sehenswert sind auch die Taxusskulpturen in südoldenburgischen Gärten, regionale Bauerngärten und meditative Japangärten.

Antonius Bösterling: „Einer der wunderbarsten Gärten, den es in seiner Schönheit in Deutschland kaum ein zweites Mal gibt, liegt gleich vor der Haustür – der Garten Moorriem des Ehepaares Ziburski ist ein Kleinod im ,New german garden style’“.

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