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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kultur: Gauß’ gesammelte Werke im Kulturhaus

03.05.2017

Langwarden „Wenn es damals schon den Nobel-Preis gegeben hätte, dann hätte Gauß mindestens drei bekommen“, ist sich Michael Remmers, Betreiber des Kulturhaus am Wattenmeer in Langwarden, sicher. Am Wochenende fand wieder der Gaußtag zu Ehren des Universalgelehrten Carl Friedrich Gauß statt.

Am 30. April jährte sich der Geburtstag des Mathematikers und Astronomen zum 240. Mal. Remmers freute sich über ein ganz besonderes Geschenk. Die Nordenhamer Sternfreunde hatten dem Kulturhaus die gesammelten Werke des Universalgelehrten Gauß geschenkt. Die Sammlung besteht aus neun Großbänden und einigen Ergänzungen. Der erste Band stammt aus dem Jahr 1863. Die Unterlagen sind jetzt im Café des Kulturhauses archiviert und für die Besucher ausgestellt.

Michael Remmers plant außerdem einen Verein zu gründen. Die „Gauß-Freunde Norddeutschland“ sollen dann die Angebote des Kulturhauses unterstützen. Remmers plant, in Langwarden ein Gaußzentrum entstehen zu lassen. „Dafür ist es hilfreich, wenn man einen Verein zur Unterstützung hat“, sagt er. Denn der könnte beispielsweise Fördergeld beantragen und die Mitglieder des Vereins können sich einbringen. Die Vorbereitungen zur Gründung des Vereins laufen bereits, etwa 15 Interessierte habe er schon zusammen, sagt Remmers. Der Gaußtag soll nun jährlich stattfinden.

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Im Jahr 1825 machte Carl Friedrich Gauß für rund zwei Wochen auch in Langwarden Station. Gauß und sein Sohn Joseph logierten im heutigen Kulturhaus, das 1825 noch das Gasthaus Loh war. An diesen Aufenthalt erinnerte das Kulturhausteam beim Gaußtag. Im Gauß-Kostüm begrüßte Klaus Kertscher, Vermessungsingenieur aus Oldenburg, die Gäste mit einem Gaußwein.

Das Ehepaar Remmers freute sich, dass wieder das Wetter mitspielte. Denn so konnte Lehrer Bernd Bultmann mit seinem Nachbau des von Gauß erfundenen Heliotropen den Gästen die Funktionsweise des Geräts vorführen. Vom einige hundert Meter entfernten Deich konnte er das Licht der Sonne über Spiegel zurück zum Kulturhaus lenken. Mit dieser Technik konnte Gauß tagsüber 40 bis 60 Kilometer entfernte Punkte genau anpeilen und so mit nur einer Referenzstrecke über die Winkel zwischen mehreren Punkten die Entfernungen berechnen.

In einer nachgeschneiderten Ingenieur-Offiziers-Uniform wie sie um 1820 Vermessungsoffiziere trugen, berichtete Klaus Kertscher bei Kaffee und Kuchen als Carl Friedrichs Sohn Jospeh Gauß aus der Familiengeschichte.

Anhand von Auszügen aus Briefen belegte Michael Remmers auch, dass sein Sohn Joseph ihn zwischen dem 27. Juni und 12. Juli 1825 bei seiner Arbeit in Langwarden unterstützte. Außerdem stellte Michael Remmers die neue, dreisprachige Gedenktafel zu Gauß vor, die am Kulturhaus angebracht werden soll. Ein Konzert der Ruhwarder Saitenhiebe und ein Vortrag von Bernd Bultmann über Ebbe und Flut rundete das bunte Programm am Gaußtag ab.

Einziger Wermutstropfen war jedoch, dass der ursprünglich geplante zweite Veranstaltungstag aufgrund zu geringer Anmeldungen abgesagt wurde. Am Freitag und Samstag riefen jedoch noch zahlreiche Interessenten an. „Aus organisatorischen Gründen müssen wir drei Tage vor der Veranstaltung eine Entscheidung treffen“, sagte Michael Remmers.

Er bittet deshalb für zukünftige Veranstaltungen im Kulturhaus um frühzeitige Anmeldungen.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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