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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Konzert: Geigenkunst auf höchstem Niveau

29.09.2014

Nordenham Wer in der Musikwelt seinen Platz finden will, braucht Vorbilder, die durch Seelenverwandtschaft einen Weg dorthin aufzeigen können. Roman Kim, ein 23 Jahre junger auf internationalen Bühnen bereits viel beachteter Solo-Violinist, hat sein Vorbild schon früh in Niccolò Paganini (1782-1840), einem charismatischen und zu seiner Zeit gefeierten Ausnahmegenie im Violinspiel, gefunden.

Das Ungewöhnliche hierbei ist, dass in Paganinis Kompositionen so hohe spieltechnische Anforderungen an den Solisten gestellt werden, dass diese Werke nur selten auf der Bühne zu hören sind.

Streicherklasse dabei

Aus diesem Grunde waren zahlreiche Musikliebhaber, darunter auch viele Schüler der Streicherklasse des Gymnasiums Nordenham, in die Aula des Gymnasiums gekommen. Sie waren sehr gespannt auf das, was ihnen in den folgenden zwei Stunden musikalisch geboten würde.

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In einem weißen Rüschenhemd, umrahmt mit einer schwarzen Schärpe, betrat Roman Kim gemeinsam mit Sergej Filioglo, seinem Begleiter am Flügel, die kleine Bühne der Schulaula und begann das anspruchsvolle Konzert mit der viersätzigen Violinsonate Es-Dur, op. 12, Nr. 3 von Ludwig van Beethoven (1770-1827).

Bereits hierbei offenbarte sich seine Fähigkeit zu einer sehr fein ausdifferenzierten Phrasierungstechnik , die verbunden mit einer tief empfundenen Musikalität zu einem ersten Hörgenuss an diesem Abend führte.

Stand dieses erste Werk noch nicht so sehr im Zeichen des im 19. Jahrhundert favorisierten Virtuosentums , so änderte sich dieses in der nun folgenden Mose-Fantasia, komponiert von Niccolò Paganini.

Auf nur einer Saite, der tiefen G-Saite, lässt Paganini den Solisten alle nur erdenklichen Kunststücke vollführen, um ein musikalisch mitreißendes Musikerlebnis zu schaffen. Also Musik , die trotz Virtuosentums immer noch als Musik ihren Wert behalten sollte.

Roman Kim schien hier, innerlich versunken und durch eine von ihm eigens entworfene Brille von äußerlichen Reizen abgeschirmt, völlig in seinem Element zu sein. Auch in der folgenden I Palpiti, op. 13, ebenfalls komponiert von Paganini, schienen ihn die technischen Herausforderungen anzuspornen ohne dabei die in der Romantik innewohnende Emotionalität zu vernachlässigen.

Begleitung am Klavier

Trotz sparsam gehaltener Klavierbegleitung ergänzte, unterstützte und trug Sergej Filioglo auf kongeniale Weise das individuelle Spiel des Solisten. Im zweiten Teil des Nordenhamer Konzertabends stellte Roman Kim nach einer gelungenen Aufführung der Sonata op. 1 n. IV in sol von Guiseppe Tartini (1692-1770) zwei eigene, von ihm selbst komponierte Romanzen in B und in Ges vor.

Ganz im Duktus seines romantischen Vorbildes Paganini waren seine Werke mit weit ausladenden gesanglichen Melodien und vielerlei spieltechnischer Raffinessen gespickt. Auch in I Brindisi bewies Roman Kim als Komponist seine Fähigkeiten, indem er abwechslungsreiche und virtuose Variationen über Themen aus Verdis berühmter Traviata vorstellte.

Nach so viel spieltechnischen Zauberwerkes, gepaart mit tiefempfundener Musikalität, war es kein Wunder, dass sich das Publikum schließlich mit Standing Ovations für das Dargebotene bedankte.

Vielleicht, so kann die Nordenhamer Goethe-Gesellschaft als Veranstalter dieses Konzertes hoffen, hatte es Roman Kim an diesem Abend geschafft, nun ebenfalls ein Vorbild für den einen oder anderen anwesenden jungen Streicher zu werden.

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