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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Heimatkundliche Ausstellung: Geschichte so lebendig wie möglich

25.04.2014

Rodenkirchen Die Vergangenheit lässt sich besser verstehen, wenn wir sie mit den Augen eines Zeitzeugen betrachten. Das hat der Verein Freilicht-Spektakel Stadland bei der Organisation seiner Heimatkundlichen Ausstellung in der Markthalle beherzigt.

Und deshalb ist die Ausstellung gespickt mit Zitaten von Zeitzeugen. An diesem Sonnabend, 26. April, wird sie ab 11 Uhr mit einem Festakt eröffnet (die NWZ  berichtete) und ist bis 20 Uhr geöffnet. Von Sonntag, 27. April, bis Sonnabend, 3. Mai, öffnet sie jeweils von 11 bis 18 Uhr.

Einer dieser Zeitzeugen ist Oltger-Lübbe Haxsen. Er lebt auf dem Lübben-Hof in Sürwürden und hat Ummo Wedelich, dem Vorsitzenden des Vereins Freilicht-Spektakel, viel erzählt über den Pferde- und Viehhandel seiner Vorfahren. Bis nach Russland und nach Südamerika sind die Pferde aus Sürwürden verkauft worden. Auch die Lübbens aus Langenriep werden in der Ausstellung gewürdigt – vor allem Heinrich Lübben, der die Tiergrotten in Bremerhaven gegründet hat, den heutigen Zoo am Meer. Er hat auch die Familienchronik verfasst und den Roman „Der Bruderkuss“ geschrieben.

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Hitler macht Wahlkampf

Andere Zeitzeugen haben viel über die letzten Jahre der Weimarer Republik in Rodenkirchen, die Nazizeit und die Nachkriegszeit erzählt. So berichtet Heino Warns über den Wahlkampfauftritt Adolf Hitlers am 24. Mai 1932 auf dem Rodenkircher Marktplatz. Der Nazi-Chef war auf Stimmenfang für die Wahl des Oldenburgischen Landtags. Heino Warns, damals ein Junge, war fasziniert von den dicken Autos der Nazis und bekam nachher Ärger mit seinen Eltern, weil er zu spät nach Hause gekommen war.

Die Nordenhamerin Maria Meyer berichtete im Interview über die Barackenlager des Reichsarbeitsdienstes, zuerst auf dem Marktplatz und später in Strohausen. Die gebürtige Ostfriesin war nach Rodenkirchen eingezogen worden. Für die Ausstellung hat sie dem Verein mehr als 20 Fotos zur Verfügung gestellt.

Der gebürtige Abser Horst Janßen, der heute in Brauweiler bei Pulheim wohnt, hat mehrere Berichte geschickt. Themen sind der Absturz eines britischen Copiloten am 1. August 1942 in Rodenkircherfeld, das unidentifizierte U-Boot, das sich am 3. Mai 1945 am Nordeingang der Schweiburg selbst versenkt hat, Rodenkirchen bei Kriegsende, die verschiedenen Besatzer und die Lageberichte des von den Alliierten eingesetzten Bürgermeisters an den Landrat über die Stimmung bei den Bürgern.

Ummo Wedelich hat selbst Unterlagen beigesteuert, die das Verhalten eines seiner Großonkel in der Nazizeit zum Thema haben. Der Zeitzeuge Ewald Hadeler erinnert sich daran, wie im Dritten Reich der Pfingstbaum den Maibaum verdrängte.

Die Nazizeit wird in der Ausstellung über die Geschichte Rodenkirchens also keineswegs verschwiegen, ist aber auch nicht der wichtigste Aspekt. Der bleibt – neben der St.-Matthäus-Kirche und ihrer Geschichte und dem Bronzezeithaus – die Schlacht an der Hartwarder Landwehr.

Friese aus Gips

Dafür hat der Atenser Harald Peplau das 1:1-Gipsmodell des Hartwarder Friesen, das der Düsseldorfer Künstler Emil Jungbluth angefertigt hatte, zur Verfügung gestellt. An diesem Freitag wird es von seinem Garten in die Markthalle transportiert. Der Bauunternehmer Reiner Tiesler, einer der Sponsoren der Veranstaltung, organisiert den Transport. Zudem stellt er Exponate aus seiner Sammlung aus, etwa einen Glaspokal mit dem Wappen der Familie Lübben.

Exponate aus seiner Sammlung stellt auch der Rodenkircher Bürger Wilfried Peters bereit, beispielsweise aus den Anfängen seiner Schmiede. Nicht in der Markthalle zu sehen sind Kugel und Speerspitze, die Peters vor etlichen Jahren in Hartwarden gefunden hat. Sie werden zurzeit im Museum Nordenham ausgestellt.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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