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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Plattdeutsch: Geschichten aus dem wahren Leben

05.11.2015

Rodenkirchen „Das waren Geschichten aus dem wahren Leben“, sagte eine Zuhörerin nach dem Auftritt von Gerd Spiekermann. Der 63-jährige Rundfunkjournalist, Autor und Entertainer hatte am Dienstagabend rund 300 Gäste in der Markthalle begeistert.

Wieder hatte der gebürtige Ovelgönner auf eine Gage verzichtet, so dass der Reinerlös der Veranstaltung in Höhe von rund 3000 Euro – 500 Euro mehr als beim Auftritt im Januar 2013 – der Regionalgruppe Wesermarsch der Projekthilfe Gambia zufließt. „Wir sind sehr zufrieden“, freute sich deren Schatzmeister Ingo Lieken. Bis die nächste Spendentour in den westafrikanischen Kleinstaat im Januar 2017 startet, wollen Lieken und seine Mitstreiter rund 20 000 Euro einsammeln. Das Geld fließt komplett in die Hilfsprojekte, die Fahrer bezahlen ihre Reisekosten selbst.

Zum Erlös sollen neben vielen kleinen Aktionen vor allem die Spendenkilometer beitragen. Interessierte dürfen 2 Euro pro Kilometer der Spendentour nach Gambia bezahlen – insgesamt sind es 6593 Kilometer von Rodenkirchen nach Jahaly mitten im Busch von Gambia, die neun Mitglieder mit vier Kleinbussen bewältigen wollen. Die Gebrauchtfahrzeuge kaufen sie von den Spenden in der Wesermarsch, füllen sie mit Hilfsgütern und verkaufen sie in Gambia mit Gewinn.

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Zum achten Mal

Die Tour hat Tradition: Sie findet 2017 zum achten Mal statt. Dabei sind: Marion und Ingo Lieken, Oktawian Jezierski (alle Rodenkirchen), Fritz Borchers (Ovelgönne), Thorsten Meilahn, Torsten Zehrendt, Olaf Schrör (alle Edewecht) sowie Frank Junker und Christel Sibum (Elisabethfehn). Sie alle kennen sich aus der Altenpflege.

In Jahaly betreibt die Projekthilfe Gambia eine Buschklinik, die alljährlich 27 000 Patienten betreut, einen Kindergarten für 480 Vorschul-Kinder sowie mehrere Garten- und Landwirtschaftsprojekte.

Gerd Spiekermann ist ein großer Freund solcher Hilfsprojekte. In Gambia war er zwar noch nie, wohl aber in Tansania, wo seine Frau ein Jahr in einem Hilfsprojekt als Lehrerin gearbeitet hat. Und in Brasilien hat er sich auch schon Projekte angesehen. Seit der ehemalige NDR-Redakteur für Plattdeutsch am 30. April in Rente gegangen ist, hat er noch mehr Zeit für dieses Engagement. So will er im Februar für sechs Monate nach Argentinien gehen.

In Tansania hat es Gerd Spiekermann gut gefallen, wie er in mehreren plattdeutschen Geschichten berichtete. Warmherzig erzählte der 63-Jährige von seinen Begegnungen mit den freundlichen und aufgeschlossenen Menschen in Tansania, denen jede Hektik fremd ist. „Pole pole“,sagen sie dort, „Eile mit Weile“, das gefällt Gerd Spiekermann.

Über seine Kindheitserlebnisse in Ovelgönne erzählte der Plattschnacker nicht ganz so warmherzig, aber sehr authentisch. Wer in den 50er oder 60er Jahren in der Wesermarsch auf dem platten Land oder auf dem Dorf aufgewachsen ist, fand sich in seinen Geschichten wieder, die speziell und typisch zugleich waren.

Schöne Kindheit

Der kleine Gerd hatte kein Handy, keine Lieblingssendung – ja, nicht einmal einen Fernseher – und keine Markenklamotten. Aber er war als Sohn eines Gastwirts, Schlachters und Postboten mittendrin im Leben und kriegte alles mit, die vielen Unzulänglichkeiten, Ungerechtigkeiten und Bösartigkeiten, aber auch die kleinen Triumphe, die er sich immer wieder erkämpfte.

Gerd Spiekermann hatte eine schöne Kindheit mit vielen schönen Erinnerungen aus erster Hand und einem Plattdeutsch als Erbe, wie es heute so formvollendet kaum irgendwo zu hören ist.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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