• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Glanz des Goldenen Zeitalters zurück in Brake

29.12.2015

Brake Wenn Karolina Petrova singt, hört man fast die Nadel über alte Schallplatten knistern.

Nicht, weil ihre Stimme kratzig wäre – ganz im Gegenteil –, sondern weil ihre Stimme direkt aus den „Goldenen 20er-Jahren“ entsprungen zu sein scheint. Petrova bildet zusammen mit Franziska Graefe, Silke Krause, Cécile Pfeiff und Beate Hoffmann die „Dresdner Salon-Damen“, die am Sonntag erneut im Centraltheater gastierten und vor ausverkauftem Haus begeisterten.

Musik aus der Zeit zwischen den Weltkriegen, präsentiert in der Mode der Zeit und mit dem schelmischen Humor, der sich auch in vielen Liedern von damals wiederfindet: Die Dresdner Salon-Damen belebten eine ferne Zeit wieder und entstaubten mit ihren Stimmen alte Lieder.

„In der himmelblauen kleinen Limousine“ (1939) ging es zusammen mit den Zuhörern auf eine musikalische Weltreise. Immer wieder aus ihrer Zeit als Salon-Damen auf deutschen Kreuzfahrtschiffen berichtend, sangen und spielten die Damen Arrangements bekannter und weniger bekannter Lieder.

Für die neuen Arrangements der Stücke zeichnete die Pianistin Silke Krause verantwortlich, die den Liedern sowohl einen leicht neuen Anstrich verpasst als auch ihre Musikerkolleginnen vor musikalische Herausforderungen stellte.

Herausforderungen, die die Salon-Damen sowohl stimmlich als auch instrumental mit Bravour meisterten. Beate Hoffmann am Cello beziehungsweise Kontrabass stach während des Konzerts nicht nur durch ihr Spiel hervor, sondern auch durch ihre begleitende Mimik: Spitzbübische Blicke und ein schelmisches Lächeln begleiteten ihre Finger- und Bogenkunst, mit der sie die musikalische Grundlage für die anderen Damen schaffte.

Die beiden Geigerinnen Petrova und Franziska Graefe fiedelten nicht nur „Wenn die Sonja russisch tanzt“ meisterhaft, Cécile Pfeiff überraschte zudem an der Klarinette und am Saxophon mit jazzigen und bluesigen Tönen, die aber nie aus der zeitlichen Rolle fielen.

Aber auch die 213 weiteren „Bandmitglieder“ ließen sich nicht lumpen. Als das Publikum bei „Die Capri-Fischer“ voll Begeisterung mitsang, wunderte sich Petrova nur: „Ich wusste gar nicht, dass die Fischerchöre aus Brake kommen.“ Auch bei „Schau mich bitte nicht so an“, der deutschen Version des Piaf-Klassiker „La vie en rose“, konnte sich das Publikum nicht zurückhalten und sang begeistert mit.

Für so viel Einsatz bedankten sich die Dresdner Salon-Damen mit einem zweistündigen Konzert, an dessen Ende viel applaudiert wurde. Und auch Hildegard Knef durfte noch einmal zu Wort kommen: „Eins und Eins, das macht Zwei“ war eine der Zugaben­, mit denen das Konzert endete.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2154
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.