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KONZERT: Goldene Zeit des Swing für 200 Ohren

20.11.2006

NORDENHAM Die 17 Instrumentalisten wurden von drei Sängern unterstützt. Die Band hält ihr hohes Niveau.

von Kilian Wegener NORDENHAM - New York in den 1920er Jahren: Unter Federführung von Louis Armstrong erblühte der Swing, eine Abwandlung des Jazz. Mit ihm einher kamen in den Tanzclubs auch die so genannten „Bigbands“ auf. Anders als die klassischen siebenköpfigen New-Orleans-Jazzbands konnte eine Bigband bis zu 20 Musiker umfassen, fast wie ein kleines Orchester.

Die Atmosphäre aus dieser goldenen Zeit des Swing wieder aufleben zu lassen, versuchte am Freitagabend in der Jahnhalle die Nordenhamer Swingtime-Bigband. Vor gut 100 Zuschauern präsentierte die Gruppe ihr aktuelles Programm anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens. Swingtime, das sind: Monika Raue, Susanne Becker, Sonja Lübken, Jens Punke, Milke Schäfe, Holger Brux und Siegfried Schulze (alle Saxophon), Timothy Saunders und Günter Mühlner (Posaune), Uwe Meyer, Lutz Janssen und Harald Decken (Trompete) sowie Stefan Schwabe (Schlagzeug), Arne Straube (Piano), Kevin Jede (Kontrabass) und Timo Kolodzieg (Gitarre).

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Der Klang eines Swing-Ensembles hängt nicht nur von der Exaktheit und dem Einfühlungsvermögen der einzelnen Musiker ab, sondern wesentlich auch vom Bandleader, der die mögliche Stimmführung und die technischen Möglichkeiten der Bigband-Instrumente sehr genau kennen muss, um den Gesamtklang möglichst effektvoll zu gestalten. Dafür sorgte bei Swingtime mehr als zehn Jahre lang Dr. Timothy Saunders, der an diesen Abend jedoch zum letzen Mal als Bandleader fungierte. Aus zeitlichen Gründen müsse er seinen Hut nehmen. Er bleibe der Band aber als Posaunist treu, versicherte Saunders, der hauptberuflich Leiter des Nordenham-Museums und des Museums Moorseer Mühle ist. Ein neuer Leiter wird bisher noch händeringend gesucht.

Besondere Unterstützung erfuhr die Band durch Ellen Reim, Heike Hasselder und Udo Knirr. Die drei begleiteten viele Songs gesanglich, hier überzeugte besonders Udo Knirr mit seiner tiefen, massiven Reibeisenstimme, die der von Altmeister Louis Armstrong oft sehr nahe kommen konnte („Fly me to the moon“). Auch das Duett zwischen Knirr und Ellen Reim „Baby, it’s cold outside“ von Holy Cole kam gut an. Heike Hasselder überzeugte mit Songs wie „As long as I’m singing“ von Bobby Darin und „How high the Moon“ von der legendären „First Lady of Song“, Ella Fitzgerald.

Unter den instrumentalen Stücken waren neben eher unbekannten Stücken auch altbewährte Klassiker wie etwa „Lullaby of Birdland“. Die Musiker spielten auf einem für Laien hohen Niveau und schufen ein Klangbild, das auch einige mitunter schiefe Töne nicht allzu sehr beeinträchtigen konnten.

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