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JAHNHALLE: Goldene Zeiten des Swing leben auf

19.11.2007

NORDENHAM New York in den 1920er Jahren: Unter Federführung von Louis Armstrong erblühte der Swing, eine Abwandlung des Jazz. Mit ihm einher kamen in den Tanzclubs auch die sogenannten Bigbands auf. Anders als die klassischen siebenköpfigen New-Orleans-Jazzbands konnte eine Bigband schon mal 20 Musiker umfassen, fast wie ein kleines Orchester. Die Atmosphäre aus dieser goldenen Musikära lebte am Freitagabend in der Jahnhalle bei dem Konzert der Swingtime-Bigband auf. Vor gut 80 Zuhörern präsentierte die Gruppe, deren Musiker zum Großteil aus der Wesermarsch kommen, zum nunmehr elften Mal ihr Programm im Kulturzentrum.

Neu dabei waren Pianist Harald Speck, der Gastmusiker Markus Fanzke an der Posaune und der Bassist Heiko Neumann. Als Bandleader trat diesmal der Berufsmusiker Oliver Poppe aus Bremen auf. Er hatte diese Aufgabe von Dr. Timothy Saunders übernommen, der aus Zeitgründen zurückgetreten war.

Die Funktion des musikalischen Leiters ist von großer Bedeutung. Denn der Klang eines Swing-Ensembles hängt wesentlich von dem Bandleader ab, der die mögliche Stimmführung und die technischen Möglichkeiten der Instrumente sehr genau kennen muss, um den Gesamtklang möglichst effektvoll zu gestalten.

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Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Ensemble sein Niveau noch einmal deutlich steigern. Während bei dem vorigen Konzert in der Jahnhalle einige etwas schiefe Töne das Klangbild beeinträchtigt hatten, traten diesmal nur noch wenige kleinere Rhythmus-Unstimmigkeiten auf, die verrieten, dass es sich bei der Swingtime-Bigband um ein Freizeitprojekt handelt. Auch der Großteil der Solisten bekam zu recht reichlich Applaus.

In ihrem Programm setzte die Bigband wieder auf eine bunte Mischung. Songs aus den Anfangszeiten des Swing wie „Blue Skies“ von Irving Berlin (1927) hatten ebenso ihren Platz wie Sinatra-Songs der 40er und 50er Jahre.

Neben hervorragend gewählten Instrumentalstücken wie „A Night in Tunisia" von Dizzy Gillespie konnte das Ensemble auch mit einigen Gesangsstücken aufwarten. Uwe Knirr überzeugte mit seiner warmen und kräftigen Reibeisenstimme, die sich mit der von Altmeister Frank Sinatra („I've got you under my Skin") durchaus messen konnte. Ellen Reim versuchte sich tonsicher an dem Ella-Fitzgerald-Klassiker „A Tisket a Tasket". Im Duett mit Uwe Knirr überzeugte sie mit dem Song „Baby, it's cold outside“. Dritte im Bunde war die souveräne Heike Hasselder, die mit Stücken wie „As long as I'm singing" oder dem Jazz-Standard „How high the Moon" einige der Höhepunkte des Abends lieferte.

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