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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Immobilie: Hässliches Entlein wird Kultur-Schwan

02.04.2016

Langwarden Die D-Mark hat seit 2001 ausgedient. Manch ein Butjadinger dürfte trotzdem noch einen alten Zehn-Mark-Schein aufbewahrt haben. Denn auf der Banknote ist nicht nur das Konterfei von Carl Friedrich Gauß abgebildet, sondern es ist auch die Ortschaft Langwarden zu sehen. Was es auf sich hat mit dem Wurtendorf und dem Mathematiker, darüber können sich bald alle Besucher der früheren Gaststätte Störtebeker in der Ortsmitte von Langwarder ganz genau informieren. Magdalene und Michael Remmers aus Oldenburg haben das Gebäude gekauft und wollen es in ein Kulturhaus verwandeln.

Carl Friedrich Gauß hielt sich vom 27. Juni bis zum 12. Juli 1825 in Langwarden auf, um vom dortigen Kirchturm aus Peilungen für eine Landvermessung vorzunehmen – eine Geschichte, die den 56-jährigen Michael Remmers interessiert, schließlich ist er gelernter Kartograph. Und so wird das Lebenswerk des Mathematikers auch eine nicht unwesentliche Rolle im Kulturhaus am Wattenmeer, wie die ehemaligen Gaststätte künftig heißen wird, spielen.

Michael Remmers plant, einen Teil der früheren Gaststube zu nutzen, um dort historische Ausstellungsstücke aus der Welt der Kartographie zu präsentieren. Carl Friedrich Gauß und sein Werk werden dabei breiten Raum einnehmen. Bereits jetzt steht zudem fest, dass es im Herbst eine Sonderausstellung mit dem Titel „Die Halbinsel Butjadingen auf alten Karten“ geben wird. Direkt angrenzend an den musealen Bereich werden Magdalene und Michael Remmers ein Café eröffnen. Und das ist noch längst nicht alles, was im früheren Störtebeker passieren soll.

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Im Anbau des um 1905 gebauten Hauptgebäudes richten die Oldenburger neben einer Küche und einem Seminarraum fünf Ateliers ein, die Künstler monats- oder saisonweise werden mieten können, um dort zu arbeiten und auszustellen. Michael Remmers, der in Oldenburg einen Verlag betreibt und sich auch andernorts in Sachen Kunst und Kultur engagiert, schwirren noch viele weitere Ideen für das Haus im Kopf herum.

Auf der Suche nach einem geeigneten Gebäude, in dem sie all diese Ideen umsetzen können, waren die beiden Oldenburger schon lange – In Langwarden wurden sie fündig. Die Lage direkt in der Ortsmitte, das Dorf selbst, die „bombastische Natur“, wie es Michael Remmers ausdrückt, der Langwarder Groden mit seinen touristischen Möglichkeiten – all das überzeugte die Kulturenthusiasten.

Magdalene und Michael Remmers werden in Langwarden 250 000 Euro investieren. Drinnen sieht es teils schon richtig schmuck aus. Es bleibt aber dennoch eine Menge zu tun. Unter anderem müssen die oberen Decken und das Dach komplett erneuert werden. Die Fassade soll ebenfalls wieder schick werden.

Die Wohnung im Obergeschoss werden die Investoren vorerst nicht ausbauen. Daher spricht Michael Remmers auch von einem „soft Opening“, dass es im Sommer zunächst geben wird. So oder so, die Langwarder, die sich schon lange an dem Schandfleck in ihrer Ortsmitte stören, können sich freuen: Aus dem hässlichen Entlein wird ein Kultur-Schwan.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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