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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Bühne: Autorin schreibt Komödie für Harmenhauser

29.07.2017

Harmenhausen Eine Weltpremiere wird es in diesem Jahr in Harmenhausen geben. Denn den Dreiakter „Villa Kamilla“, den die Theatergruppe der Dorfgemeinschaft in diesem Jahr auf die Bühne bringt, hat Autorin Jennifer Hülser extra mit der entsprechenden Anzahl an Schauspielern für die Berner Mimen geschrieben.

„Schier unmöglich war es, ein passendes Stück zu finden, denn nur zwei männliche Schauspieler gehören in dieser Theatersaison zum Team. Nachdem ich 30 Stücke gelesen hatte, fasste ich den Entschluss, einfach mal bei Jennifer Hülser nachzufragen, ob sie nicht eventuell noch etwas in der Schublade liegen hat. Hatte sie nicht. Aber sie erklärte sich sofort bereit, etwas zu schreiben“, erzählt Regisseurin Elke Aschhoff.

Bei einem Bremen-Besuch machte die aus Iserlohn stammende Autorin im letzten Jahr auch einen Abstecher nach Harmenhausen.

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Besuch in Berne

Schließlich hatte sie erfahren, dass dort ihr „Elvis für Fortgeschrittene“ aufgeführt wurde, berichtet die Regisseurin, wie der persönliche Kontakt zustande kam. Davon, wie das Ensemble das Stück auf die Bühne gebracht hat, war Jennifer Hülser ganz begeistert. Da war es Ehrensache, dass sie den Harmenhausern in ihrer Not half.

Wie der Titel schon verrät, spielt das diesjährige Stück der Harmenhauser Theatergruppe in der Villa Kamilla, einem heruntergekommenen Gebäude, in dem die nach 40 Ehejahren frisch geschiedene Ilse (Inge Niekamp) ein neues Leben anfangen möchte. Sehr zum Missfallen ihrer Tochter Sandra (Andrea Baritz-Wetzel), die sowieso gegen alles und jeden allergisch sowie mit dem Zustand der neuen Wohnung alles andere als zufrieden ist. Ihre Schwester Meike (Daniela Febert) ist da ganz anders. Sie unterstützt gerne den Neuanfang der Mutter und packt als Kumpeltyp mit an. Die ängstliche Neufreundin und Hausgenossin von Ilse, Trude Winkler (Bianka Rittel), wittert überall Unheil und hasst Florence Déjà-vu (Jutta Tschernischen). Und das hat in diesem Fall auch durchaus einen Grund: Die Maklerin und Geschäftsfrau will schließlich alle verbliebenen Mieter so schnell wie möglich los werden, um neu bauen zu können.

Seine Rückkehr auf die Bühne feiert Kay Johannesmann, der in die Rolle des leidenschaftlichen Handwerkers Manni Baumann schlüpfen wird. Dabei ist er „undercover“ im Einsatz, damit die Lorbeeren für die gute Arbeit Hausmeister und Frauenversteher Werner Brommel (Klaus Niekamp) ernten oder Florence Déjà-vu ihn für ihre Zwecke einsetzen kann. Dass es bei so einer brisanten Mischung an Charakteren wieder viel zu lachen gibt, dürfte klar sein.

Sechs Vorstellungen

Ab September beginnt der Vorverkauf für die sechs geplanten Aufführungen am 3., 4. und 5. November sowie in der Woche danach am 10., 11. und 12. November bei Birgit Schierenstedt, beim A&B Markt am Berner Breithof oder bei Friseur Stöver in Motzen. Da keine Kassierer mehr von Haus zu Haus ziehen, gibt es außerdem ab September mittwochs zwischen 18.30 Uhr und 20 Uhr im Harmenhauser Dorfgemeinschaftshaus die Möglichkeit zum Kartenkauf.

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