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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Geschichten aus der Werkstatt

15.04.2019

Harmenhausen Literatur trifft Kunsthandwerk, lautete das Motto in Harmenhausen. Cornelia Knösel und Gerhard Koopmann, seit zwölf Jahren ein eingespieltes Team, wenn es um die Liebe zum Schreiben geht, waren bei der Künstlerfamilie Heißenhuber zu Gast und verzauberten mit Kostproben ihres Schaffens. Und das kam im urigen Ambiente der Werkstatt der Gastgeber zwischen Skulpturen oder Gemälden, über die genussvoll während des Zuhörens das Auge schweifen konnte, bei allen Teilnehmern bestens an.

Für Elfi und Wolfgang Heißenhuber war die erste öffentliche Lesung in ihrer Werkstatt eine genauso spannende Sache wie für die beiden Autoren. Schließlich war bei der Veranstaltung, die im Rahmen des 4. Literaturfestivals Bremen-Nord stattfand, nicht klar, ob und wie viele Literaturfreunde nach Berne kommen würden. Hinzu kam, dass die Gastgeber erst kurz zuvor aus dem Urlaub zurückgekehrt waren und nur wenig Vorbereitungszeit hatten.

Aber alle Sorgen waren unbegründet, keine der gemütlich aufgestellten Sitzgruppen blieb leer und in der Werkstatt herrschte bei Wein und Knabbereien entspannte Wohnzimmeratmosphäre.

Nach seinem Besuch der Jahresausstellung der Familie Heißenhuber im September habe er gleich seinen Kalender gezückt, um nach Terminen zu suchen, verriet Gerhard Koopmann. Bestens eignete sich das Atelier als einer der 20 verschiedenen Orte, an denen die rund 30 Autoren im Rahmen des Literaturfestivals unter dem Motto „Ich lese für dich“ aus ihren Texten vortrugen.

Genau wie Cornelia Knösel gehört der Blumenthaler der Schreibgruppe „Literaturpforte“ an, die sich monatlich im örtlichen Dokumentationszentrum trifft, um über das Geschriebene zu diskutieren. Seit seiner Pensionierung lebt Koopmann seine Leidenschaft fürs Schreiben und das Interesse an Geschichte und Gedenkstätten, wie dem Bunker Valentin aus. Mehrere Bücher hat er bereits veröffentlicht.

Doch bevor der Autor die Anwesenden mit zu einem ganz besonderen Rennen nahm oder aus seinem Buch „Die fremde Heimat“, die unter die Haut gehende Fluchtgeschichte seiner Familie aus Posen, las, machte Cornelia Knösel mit „Entschleunigung“, einer amüsanten „Supermarktmeditation“, den Auftakt.

Bereits als Teenager fing Cornelia Knösel, die begeisterte Leseratte ist, mit dem Schreiben an und wurde dabei von einer Lehrerin unterstützt. Gerne beobachtet die Diplom-Pädagogin, die als Yoga-Lehrerin arbeitet, Menschen. Ihren Schwerpunkt beim Schreiben hat sie auf Kurzgeschichten und Lyrik gelegt.

Mit ganz unterschiedlichen Themenschwerpunkten und Schreibstilen, mit genügend Zeit für persönliche Gespräche mit den Gästen zwischendurch und mit einer von beiden Autoren vorgetragenen szenischen Lesung als Geschenk für die Gastgeber am Schluss machte das Zusammentreffen von Kunst und Literatur den Zuschauern viel Spaß.

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