• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Haus hat wieder eine Zukunft

20.03.2010

BRAKE Die Projektoren haben Staub angesetzt. Die Filme, die im Foyer auf großflächigen Plakaten angekündigt werden, laufen schon im Fernsehen und werden als DVDs auf dem Grabbeltisch verramscht. Das Braker Kino hat schon bessere Zeiten gesehen.

Seit Monaten steht das frühere Central-Theater leer. Dieser Zustand könnte jedoch bald vorbei sein. Die Braker Wohnbau arbeitet als Eigentümerin des Erdgeschosses an einem Konzept für eine neue Nutzung. Das bestätigten bei einem Ortstermin, den die SPD-Ratsfraktion anberaumt hatte, um sich die Räume anzusehen, Anke Benkel und Lutz Grimmelykhuizen als Vertreter der Gesellschaft.

Nach Auskunft von Grimmelykhuizen wird das Konzept Ende des Monats fertig sein. Dann müsse es noch von der Geschäftsführung abgesegnet werden. Die Räumlichkeiten sollen grundsaniert, die Elektrik, die Heizung und die Lüftungsanlage erneuert werden. Zu den dafür veranschlagten Kosten konnten die Vertreter der Wohnbau zurzeit noch nichts sagen.

Ziel ist es, die Räumlichkeiten so herzurichten, dass sie für die verschiedensten Veranstaltungen genutzt werden können. Dazu gehören auch Kinoveranstaltungen. Kinobetreiber hätten angerufen und Interesse bekundet, an Wochenenden Filme zu zeigen, berichtete Anke Benkel. Ebenso denkbar seien größere Feiern sowie Kulturveranstaltungen unterschiedlichster Art.

Letzteres hörte vor allem Norbert Ostendorf gerne, der die Besichtigung für die SPD- Fraktion organisiert hatte. Mit Brake Events stellt der Ratsherr Kulturveranstaltungen in der Kreisstadt auf die Beine. Bands hätten bei ihm angefragt, ob sie im Oktober und Dezember im ehemaligen Kino auftreten können. Ostendorf würde gerne eine Zusage geben. Er stellt sich vor, Benefizkonzerte mit den Bands zu veranstalten. Der Erlös könnte dann in den Umbau fließen.

Die SPD-Fraktion begrüßte die Pläne der Brake Wohnbau. Werden sie umgesetzt, ist Brake um eine Kulturstätte reicher, und ein Gebäude mit einer langen Geschichte hätte auch eine Zukunft. Das Haus an der Mitteldeichstraße wurde 1850 gebaut, brannte 1898 bei einem Feuer teilweise ab und wurde wieder instand gesetzt. Bereits ab Mitte des 19. Jahrhunderts hatte es Theatervorstellungen in dem Gebäude gegeben. Bis 1895 tagten an der Mitteldeichstraße sogar Magistrat und Stadtrat. Seit 1912 beherbergte das Gebäude ein Kino. Der große Saal umfasst heute 216 Plätze, der kleine 91. Von dem Kinomobiliar will sich die Wohnbau allerdings trennen.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2204
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.