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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Heldenkraft kommt aus dem Grünkohl

20.02.2012

BRAKE Die Spontantheatergruppe Bumerang hat sich zusammen mit dem Publikum des Braker Central-Kinos auf die Suche nach den wahren Heldengeschichten begeben. Das Ensemble spielte knappe zwei Stunden lang aberwitzige Geschichten rund um das Heldentum.

Zahnarzt mit der Flex

Den Schauspielern standen dabei nur die Direktionen des Spielleiters und die Anweisungen der Zuschauer als Drehbuch zur Verfügung. Daraus entstanden im Laufe des Abends urkomische Geschichten, die im Saal für lautes Gelächter sorgten. Es war eine besondere Aufführung, denn die Schauspieler verzichteten auf ihre Gage. Die Einnahmen kommen ganz dem Umbau des Kinos zugute. Wenn der Zahnarzt die Zähne mit einer Flex polieren möchte und ein Superheld Seifenblasen mit einer Spreewaldgurke macht, dann lässt die Gruppe Bumerang ihrer Kreativität auf der Bühne freien Lauf.

Die Schauspieler Christian Schlageter, Ineke Tannert und Tim Strupeit zeigten vollen Körpereinsatz und spielten die komischsten Geschichten – natürlich improvisiert. Blitzschnell reagierten sie auf die Anweisungen des Spielleiters Martin Struve und nahmen in Sekundenschnelle neue Gemütszustände an oder gaben eine kleine Oper zum Besten. Zusammen mit den Anweisungen aus dem Publikum entstanden dabei herrlich schräge Kurzgeschichten, immer mit dem Fokus auf die wahren Helden des Alltags.

Ein Superheld, der Spinnenweben schießen kann oder einen Röntgenblick besitzt? Schon fast langweilig im Gegensatz zu den Fähigkeiten, die sich das Publikum ausdachte. So spielte Tim Strupeit einen Helden, der in Pudding atmen kann und aus Grünkohl seine Stärke bezieht. Er wusste von diesen Fähigkeiten leider nichts und musste diese erraten. Das alles nur mit Hilfe Christian Schlageters, der Strupeits Arme ersetzte und mit Handbewegungen versuchte, ihn auf den richtigen Pfad zu führen.

Für Begeisterung sorgte auch die Geschichte des sadistischen Radfahrers, der auf einen Maulwurf mit Starallüren traf. Kurzum beschloss der Radler, den Maulwurf in den Speichen seines Rads mitzunehmen und seine Schmerzensschreie als Klingelersatz zu nutzen. Bitterböse und unglaublich witzig zugleich.

Die Akteure wurden von Andreas Steiger am Keyboard begleitet, der die Szenen stimmungsvoll unterlegte. Wie auch die vom „Deichman“, der einem verlorenen Schaf wieder zurück auf die Deichkrone half. Diese Geschichte wurde dann in verschieden Szenarios nachgespielt.

Deichman auf der Insel

„Deichman“ im „Herr der Ringe“-Universum? Für die Schauspieler kein Problem. Die Insel Harriersand wurde zum dunklen Land Mordor und „Deichman der Graue“ beförderte das Hobbit-Schaf dorthin.

Erfreut zeigte sich auch Norbert Ostendorf, Leiter des Central-Kinos. „Es freut mich, dass so viele Leute da waren und Spaß hatten. Ich hoffe, dass die weiteren Veranstaltungen auch so gut wie bisher wahrgenommen werden.“

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