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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Seenot: Heldentum spielt keine Rolle

11.05.2015

Fedderwardersiel Sie sehen sich nicht als Helden, sondern als Profis der Wasserrettung. Hilfeleistungen und riskante Einsätze sind ihr Alltag: „Wir fahren raus, wenn andere in den Hafen einlaufen“, sagt Hans-Joachim Katenkamp. Er ist der Leiter des DGzRS-Informationszentrums Nord in Bremen. Die Abkürzung steht für Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, aber im 150. Jahr ihres Bestehens hat die DGzRS ihren Namen auf „Die Seenotretter“ zurechtgestutzt.

Hans-Joachim Katenkamp ist jetzt als Referent im Nationalparkhaus und Museum Fedderwardersiel aufgetreten, um über die Aufgaben und die Geschichte der Hilfsorganisation zu berichten.

Die Seenotretter sind unverzichtbare Helfer, die bei Wind und Wetter nicht selten ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, wenn es darum geht, Seeleute, Wassersportler oder Wattwanderer aus Notlagen zu befreien.

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Rund um die Uhr bereit

An jedem Tag des Jahres sind die DGzRS-Aktiven rund um die Uhr einsatzbereit. Ob hauptberuflich oder ehrenamtlich, ob Nautiker oder Maschinist: Etwa 1000 Helfer verteilen sich auf die 54 Stationen mit 60 Rettungseinheiten an der Nord- und der Ostsee.

Laut Hans-Joachim Katenkamp hat die DGzRS seit ihrer Gründung im Jahr 1865 mehr als 80 000 Menschen in Notsituationen zur Seite gestanden. „Statistisch gesehen, haben wir alle 7,5 Stunden einen Einsatz“, sagt er. Um die 2000 Hilferufe im Jahr gehen bei den Seenotrettern ein.

Bei der Vortragsveranstaltung in Fedderwardersiel bekommen die rund Besucher auch einen 20-minütigen Film über die DGzRS vorgeführt. „Gäbe es die Seenotretter nicht, müsste man sie erfinden“, sagt die Moderatorin in Bettina Tietjen in dem Film, an dem sie als Botschafterin der Rettungsgesellschaft mitgewirkt hat.

Eine Besonderheit der Organisation ist, dass die Ausgaben für die große Flotte der Rettungskreuzer an Nord- und Ostsee sowie alle Unterhaltungs- und Lohnkosten ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert werden.

Die modern ausgestattete Rettungsorganisation genießt auch über Deutschland hinaus ein hohes Ansehen. In diesem Jahr ist die DGzRS zum zweiten Mal in ihrer Geschichte die Gastgeberin der internationalen Konferenz der Seenotrettungsdienste. Ab dem 29. Mai wird der 150. Geburtstag der Organisation in Bremen und Bremerhaven groß gefeiert. Vom 30. Mai bis zum 2. Juni findet in den Bremerhavener Havenwelten eine Messe für maritime Sicherheit statt.

Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten gibt es ein umfassendes Festprogramm. Dazu gehört unter anderem am 30. Mai die öffentliche Taufe eines neuen 28-Meter-Rettungskreuzers an der Seebäderkaje in Bremerhaven.

Das gesamte Jubiläumsprogramm ist im Internet unter der Adresse www.150-jahre-seenotretter.de zu finden.

Sturmgefahr nimmt zu

Und wie sieht es mit der Zukunft der DGzRS aus? Hans-Joachim Katenkamp ist davon überzeugt, dass die Anforderungen an die Seenotretter trotz verbesserter Sicherheitsstandards in der Schifffahrt weiter zunehmen. Daher sei eine ständige Modernisierung der Rettungsflotte das Ziel.

„Langfristig werden wir aufgrund des Klimawandels mit stärkeren und länger andauernden Stürmen rechnen müssen“, meint Hans-Joachim Katenkamp. Die Seenotretter müssen also in Zukunft mit noch mehr Einsätzen rechnen.


  www.150-jahre-seenotretter.de 
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