• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Konzert: Hier klingt die Gitarre wie eine Gitarre

17.02.2014

Elsfleth Im Jahr 1964 wollte ein junger Berliner „wie Orpheus singen“ – das gelang und so begann für den Liedermacher Reinhard Mey eine beispiellose Karriere, die bis heute nichts von ihrem Glanz verloren hat. In der Wesermarsch wollte ein musikbegeisterter Nordenhamer gerne „wie Reinhard Mey singen“ – dass er’s kann, stellte Dr. Hartmut Becker am Freitagabend im Elsflether Heye-Saal unter Beweis. Eingeladen zum Konzert hatte der Elsflether Kulturverein.

Wie sein Vorbild spielte auch Becker „’ne Gitarre, die noch wie ’ne Gitarre klingt, die auch bei Nacht und Stromausfall funktioniert“, aber ganz auf Technik mochte der Solist dann doch nicht verzichten. Ob mit oder ohne Technik, der Nordenhamer überzeugte sein Publikum im voll besetzten Heye-Saal durch seinen Gesang, das ausgefeilte Gitarrenspiel und ein sorgfältig ausgewähltes Repertoire.

Zwischen den Songs von Reinhard Mey ging Becker nur zweimal „fremd“. Er intonierte ein keckes Stück von Ina Müller: „Die Nummer“ und das alte Volkslied „Die Gedanken sind frei“. In den Überleitungen zu den Liedern wurde sympathisch geplaudert, über dies und jenes, aber der Sänger nahm auch ganz persönlich Bezug zu politischen und gesellschaftlichen Themen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Das lyrische Lied „Ich liebe dich“ hatte am Valentinstag, natürlich einen aktuellen Bezug und rührte die Besucher aller Generationen. Reinhard Meys größter Erfolg ist immer noch „Ankomme Freitag, den 13.“ Den packte Hartmut Becker am Freitag, den 14., allerdings nicht ins Repertoire.

Dafür aber die legendäre „Annabelle“. Mit diesem Lied machte sich Reinhard Mey Anfang der 70er über die Auswüchse der Frauenbewegung lustig. In den 90er Jahren entschuldigte sich der Berliner quasi bei emanzipierten Frauen mit dem „Biker-Lied“.

Beckers ausgewähltes Repertoire machte klar, dass Reinhard Mey nie der nette und verbindliche Liedermacher war und ist, für den ihn viele Kritiker hielten. Er ist einer, der sich nicht in Klischees zwingen ließ und weit über den singenden Protestlern der späten 68er stand. Das wurde deutlich mit der Ballade „Kai“ – die Geschichte eines Soldaten, der auf der „Friedensmission“ in Afghanistan im Flieger abgeschossen wird.

Mit seinem Streifzug quer durch Meys musikalische Welt machte sich Becker viele neue Freunde, Elsfleth schwebte mit ihm „über den Wolken“. Viel Applaus und noch eine Zugabe: „Leb’ wohl, adieu, gute Nacht!“.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.