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Kulturmühle: Hier schmeckt das Verbrechen

23.05.2017

Berne Schon vom Empfang mit einem Glas Sekt war Heide Winkler ganz begeistert. So etwas hatten die Brakerin und ihre Begleiter bei ihrem ersten Besuch in der Kulturmühle nicht erwartet. Das war jedoch nur der Auftakt zu einem gelungenen Abend. Am Samstag war Ralf Knapp vom Bremer Kriminal Theater in Berne mit der Hörspielfassung des Stücks „Die Panne“ von Friedrich Dürrenmatt zu Gast. Damit sorgte er beim Publikum für Nervenkitzel und gefüllte Mägen.

Das Kulturmühle-Team hatte das Obergeschoss festlich mit weißen Tischdecken, Dekorationen und vor allen Dingen appetitlich aussehnenden Fingerfood-Tellern eingedeckt. Aber auch wenn es noch so lecker aussah – das Motto des Abends lautete: „Gemeinsam“. Das machte der Schauspieler klar und stellte seine „Mitstreiter“ – die Textzettel, eine Wäscheklammer und ein Monokel – vor. Dann verweigerte ihm als Alfredo Knap sein knatterndes Auto in einem kleinen Kaff den Dienst. Die Reparatur sollte bis zum nächsten Morgen dauern, so dass sich der Handelsvertreter nach einer Bleibe umschauen musste. Pech, dass sich ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt die Kleintierzüchter in dem Ort versammelt hatten und alle Betten belegt waren. So kam es, dass Trap in der Villa des alten Richters Werge landete, wo jeder Gast ein seinen Eigenschaften entsprechendes Zimmer bekam.

Die Einladung nahm Trap gerne an, genauso wie die zum gemeinsamen Dinner und die Teilnahme am Spiel, in dem der 90-jährige Richter, Staatsanwalt Zorn, Rechtsanwalt Kummer und der glatzköpfige Henker Pilet ihre ehemaligen Berufe nachspielten. Ein Verbrechen ließe sich sicherlich schnell für den Besucher finden, wusste man aus Erfahrung.

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Von Gang zu Gang redete sich Trap entgegen des Rates des klammerbedingt näselnden Verteidigers Kummer immer weiter um Kopf und Kragen, bis schließlich die Anklage vom Monokel tragenden Staatsanwalt Zorn stand und der betrunkene Gast von Henker Pilet ins „Zimmer der zum Tode verurteilten“ begleitet wurde.

Mucksmäuschenstill wurde voller Spannung dem überraschenden Ende entgegen gefiebert. Das Publikum genoss dabei nicht nur die jeweiligen Köstlichkeiten, sondern wurde Zeuge, wie Spiel und Wirklichkeit immer mehr verschmolzen.

Der Weg hat sich gelohnt, war die einhellige Meinung der begeisterten Zuschauer, die anders als sonst, auch nach dem Ende der Lesung nicht gleich zum Ausgang strömten.

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