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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Auf Huntebrücker Schützen folgen Elsflether Seeräuber

05.06.2018

Huntebrück Eigentlich gehörte zum ersten Wochenende im Juni stets das Schützenfest in Huntebrück. Ganz bewusst haben die Elsflether Seeräuber, die nach der Auflösung des Schützenvereins deren Gebäude im Januar übernommen haben, darum diesen Termin für die offizielle Schlüsselübergabe gewählt. Denn so konnten viele treue Fans der Veranstaltung nicht nur noch einmal in Erinnerungen schwelgen, sondern auch mit den Seeräubern ordentlich diesen neuen Abschnitt ihrer 33-jährigen Vereinsgeschichte feiern.

„Höchstens die Milch der umstehenden Kühe wird jetzt noch sauer, wenn geübt wird“, hieß es scherzhaft. Mit Hüpfburg, Dosenwerfen, Torwandschießen, allerlei kulinarischen Genüssen und vielem mehr kam die Feier bestens bei Groß und Klein an.

„Ganz ungewohnt ist es, nun als Gast hier zu sein. Jetzt sind die Seeräuber das Bindeglied zweier Gemeinden“, zeigte sich Christian Harms absolut glücklich und froh, dass das Schützenhaus neue Eigentümer hat und nicht abgerissen werden muss. Harms, der zuletzt den Vorsitz bei den Huntebrücker Schützen hatte und auf der Elsflether Seite der Hunte wohnt, hofft jetzt auf ordentlich Ostwind an den Übungsabenden, damit möglichst viel Musik zu ihm herüber klingt. Daran, wie die Stadt Elsfleth und ganz besonders Bürgermeisterin Brigitte Fuchs sich für die örtlichen Vereine einsetzen, sollten sich andere Gemeinden ein Beispiel nehmen, lobte Harms genauso wie der 2. Vorsitzende der Seeräuber, Lenert Tapken.

Dem Land Niedersachsen, das den Seeräubern beim Erwerb des Grundstücks mit dem Preis entgegenkam, gebühre ebenfalls Dank, betonte Brigitte Fuchs und scherzte, dass, selbst wenn sich das Vereinsheim des Musikzugs nun auf Berner Gebiet befinde, es doch ein Elsflether Verein sei. Das stehe schließlich im Namen über der Tür. Ihren Glückwünschen schloss sich auch das Elsflether Musik- und Majoretten Corps mit einem Flachgeschenk an. Vertreter davon gehörten genauso zu den Gästen wie die Mitglieder anderer Vereine.

Davon, dass bei diesem Teil der Veranstaltung kein Berner Gemeindevertreter dabei war, war man allerdings etwas enttäuscht.

„Als die Seeräuber uns den Termin mitteilten, war mein erster Gedanke: Da habe ich keine Zeit. Da ist doch Schützenfest“, gestand Christian Harms, der genau wie seine Lebensgefährtin Britta Schneider quasi in den Schützenverein Huntebrück hineingeboren wurde. Die ungewohnt viele Zeit, die das Paar jetzt hat, nachdem in der Schützenfestsaison keine Termine mehr zu absolvieren sind, genießt es aber in vollen Zügen. Die Vereinsauflösung habe man gut, und ohne dass der Vorstand noch für irgendwelche Schulden geradestehen muss, über die Bühne gebracht. Im Gegenteil: Eine schöne Summe sei übrig, freut sich Harms schon jetzt auf die Gesichter in den beiden Kindergärten, unter denen das Vereinsvermögen laut Satzung am Jahresende aufgeteilt wird. Um welche Kindergärten es sich handelt, wird aber noch nicht verraten.

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