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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Loveparade: „Ich bin schockiert und traurig“

27.07.2010

BRAKE Ganz Deutschland ist schockiert über die Tragödie auf der Loveparade in Duisburg, bei der am Sonnabend 19 Menschen ums Leben kamen. Bianca Hellmers aus Brake war bei der Loveparade dabei – das schier Unfassbare: Von den dramatischen Ereignissen hat sie rein gar nichts mitbekommen.

„Ich habe davon erst erfahren, als ich wieder zu Hause war“, sagt die 20-Jährige. Gegen 17.30 Uhr sei sie mit ihren Freunden auf dem Duisburger Bahnhof angekommen. Den Kranken- und Polizeiwagen hätten sie keine besondere Beachtung geschenkt: „Wir dachten, das wäre normal“, erinnert sich die 20-Jährige. Durch den Tunnel, in dem sich noch kurz zuvor die tragischen Ereignisse abgespielt hatten, ist Bianca Hellmers insgesamt dreimal gelaufen. Nichts habe darauf hingedeutet, dass diese Stelle Schauplatz einer Katastrophe gewesen sei. Müll und ein paar Schuhe hätten herumgelegen – mehr nicht. „Es sah so aus, als wäre gar nichts gewesen“, sagt die Brakerin.

Als sie am Sonntag die Bilder des vollgestopften Tunnels und der abgedeckten Leichen im Fernsehen sah, mochte sie es zunächst gar nicht glauben: „Ich bin schockiert und traurig“, berichtet die Golzwarderin. Glück im Unglück: Die Reisegruppe aus der Wesermarsch hatte in Oldenburg ihre Bahn verpasst und war somit später als geplant in Duisburg angekommen – „sonst wären wir vielleicht mittendrin gewesen“, sagt Bianca Hellmers kopfschüttelnd.

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Auch als sie um 19.30 Uhr das Gelände der Abschlussveranstaltung erreichten, sei ihnen nichts besonderes aufgefallen. „Nur, dass ziemlich wenig Leute da waren“, meint Bianca Hellmers. Als die Party gegen 23 Uhr abgesagt wurde und somit auch der Auftritt von David Guetta ins Wasser fiel, habe sich Unmut unter den Ravern breit gemacht. Bianca Hellmers habe einen Polizisten nach dem Grund gefragt. „Wissen wir nicht“, sei die ausweichende Antwort des Beamten gewesen.

Für die Maßnahme der Veranstalter, die Party weiter laufen zu lassen, zeigt die 20-Jährige durchaus Verständnis: „Vielleicht hätten sie es uns sagen sollen. Aber wer weiß schon, wie die Masse dann reagiert hätte.“

Während Bianca Hellmers in Duisburg also in völliger Ahnungslosigkeit weiter feierte, erlebten ihre Eltern Beata und Eckhard Hellmers „die schlimmsten Stunden ihres Lebens“, wie sie selbst sagen. Das Handynetz war vollkommen überlastet, und auch bei der eingerichteten Notrufzentrale sei kein Durchkommen gewesen. Erst gegen 22 Uhr erreichten die Mutter die erlösenden Worte ihrer Tochter: „Mir geht es gut.“

Mehr dazu im Spezial auf NWZ-Inside.de: Loveparade-Unglück in Duisburg

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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