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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Karnevals-Präsident plädiert für positive Lebenseinstellung

10.08.2019

Iggewarden Wenn an diesem Sonntag auf dem Hof Iggewarden zum dritten Mal der Schottisch-friesische Mehrkampf über die Bühne geht, werden ganz sich nicht nur die Teilnehmer und die Zuschauer viel Spaß haben, sondern auch der Hausherr.

Ein solcher Wettkampf ist so recht nach dem Geschmack von Reinhard Evers. Daher musste Albert Mumme aus Nordenham auch keinerlei Überzeugungsarbeit leisten, als er dem Butjenter 2017 die Idee für diese neue Veranstaltung vorstellte. Reinhard Evers, der mit einer unerschütterlich positiven Lebenseinstellung gesegnet ist, sagte sofort zu.

Reinhard Evers wurde am 23. September 1959 im Nordenhamer Krankenhaus geboren, wuchs in Iggewarden auf. Vater Hermann Evers war nicht zuletzt wegen seines politischen Engagements in der ganzen Region bekannt. Dort, wo die Menschen heute Friesengolf spielen, ihren Kaffee genießen oder Familienfeste feiern, betrieb er einen Schweinemastbetrieb.

Mitte der 80er Jahre übernahmen Reinhard Evers und seine Frau Susanne den Betrieb, brachten ihn auf Kurs Wachstum, stellten 1993 jedoch fest, dass die Strukturen des Hofs nicht mehr zum aktuellen Markt passten. Also schwenkten die Evers’ komplett um.

Reinhard Evers stellte selber Wurst her, verkaufte sie auf Wochenmärkten, entwickelte schließlich die Idee, den Hof in Iggewarden zum Gastronomiebetrieb umzugestalten. Seit 15 Jahren läuft Hof Iggewarden so, wie man ihn heute kennt. Friesengolf erfand Reinhard Evers, der immer mal damit geliebäugelt hatte, sein Land für einen richtigen Golfplatz zu nutzen, im Jahr 2008.

Die karnevalistische Ader erbte Reinhard Evers wie den Hof von seinem Vater. Zu dessen Zeit war der Karneval in Butjadingen das herausragende gesellschaftliche Ereignis des Jahres. Als Achtjähriger stand Reinhard Evers hinterm Bühnenvorhang und schnitt die Büttenreden mit dem Kassettenrekorder mit.

Als der Karneval einzuschlafen drohte, stellten Reinhard Evers und Bernd Bultmann aus dem Stand ein dreieinhalbstündiges Programm auf die Beine. So entstand der Karnevalsverein Butjadingen Tataah, dessen Präsident Reinhard Evers bis heute ist. „Mir macht es einfach Spaß, anderen Freude zu bereiten“, sagt er.

Meine Lieblingstasse

Herzlich: Reinhard Evers’ Lieblingstasse

Reinhard Evers’ Lieblingstasse zieren rote und rot-gepunktete Herzen. Genau wegen dieser Motive und ihrer Symbolik mag er die Tasse so sehr. „Verliebtsein ist doch etwas sehr Schönes. Die Tasse hat einfach eine positive Ausstrahlung. Das gefällt mir“, sagt der Gastronom. Außerdem mag er, dass sie ziemlich groß ist. Denn wenn er Tee daraus trinkt, nimmt Reinhard Evers lieber einen tiefen Schluck, satt nur zu nippen.

Mein Lieblingsplatz

Mit Aussicht: Reinhard Evers auf seiner Terrasse

Um seinen Lieblingsplatz zu erreichen, muss Reinhard Evers keine weiten Wege zurücklegen. „Ein Schritt aus der Küche, und ich bin im Paradies.“ Der Schritt aus der Küche bringt ihn auf seine Terrasse. Auf der genießt Reinhard Evers die Ruhe und den Ausblick in die Butjadinger Landschaft. „Der alte Spruch trifft einfach zu“, sagt er, „wir leben und arbeiten dort, wo andere Urlaub machen“.

Dafür stehe ich nachts auf

„In den 60er Jahren bin ich für einen Boxkampf von Muhammad Ali nachts aufgestanden“, sagt Reinhard Evers, „und natürlich, um vor dem Fernseher die Mondlandung mitzuverfolgen“. Auch als er als Wurstverkäufer Märkte beschickte, war die Nacht um 2 Uhr zu Ende. Ein Langschläfer ist der Gastronom noch heute nicht. Nachts aus den Federn treibt es Reinhard Evers aber allenfalls, wenn es für eine Urlaubsreise mal ganz früh losgehen soll.

Das macht mir Freude

„Mir macht es Freunde, wenn andere Leute Freude haben“, sagt Reinhard Evers und ergänzt: „Ein Leben ohne Humor ist für mich nicht vorstellbar“. Davon hat der Iggewarder jede Menge, wie er nicht nur alljährlich als Präsident des Karnevalsvereins Butjadingen Tataah, sondern auch im richtigen Leben beweist. Reinhard Evers: „Auch in einer nicht lustigen Situation kann die richtige Dosis Humor nach meinen Erfahrungen eine gute Medizin sein.“

Das macht mir Sorgen

„Mir macht es Sorgen, dass unsere Gesellschaft immer mehr dazu neigt, unzufrieden zu sein. Es wird heute kaum noch akzeptiert, wenn jemand sagt, er sei ein zufriedener Mensch.“ Reinhard Evers ist überzeugt, dass chronische Unzufriedenheit kein Fundament ist, auf dem man etwas aufbauen kann. Sein Credo lautet: „Man kann nur etwas Gutes für die Welt tun, wenn man positiv denkt, anstatt immer nur griesgrämig und verzagt zu sein.“

Das mag ich an der NWZ

NWZ-Abonnent sei er, so lange er denken kann, sagt Reinhard Evers. Beim Medienkonsum ist der Butjadinger modern unterwegs, liest Schlagzeilen auf dem Tablet und pickt sich TV-Sendung aus den Mediatheken, um nicht von Sendeterminen abhängig zu sein. In der NWZ liest Reinhard Evers gerne die Kommentare, die nach seiner Meinung ein vielschichtiges Meinungsbild spiegeln. Außerdem lobt er, dass die NWZ fest in der Region verwurzelt sei.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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