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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Was bringt diese Werkstatt für Christen?

30.01.2020
Frage: Frau Boelmann-Derra, Sie laden alle Interessierten Ihrer Gemeinde zu einer sogenannten Gottesdienst-Werkstatt ein, die an diesem Freitag, 31. Januar, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus in der Werrastraße startet. Das hat es in Nordenham noch nicht gegeben oder?
Boelmann-Derra: Gottesdienste, die im Team erarbeitet werden, wurden sicher auch schon in Nordenham gefeiert. Jede Predigt, die im Dialog gehalten wird, erfordert eine gemeinsame Vorbereitung. Auch Familiengottesdienste werden lebendig durch Interaktion, die manchmal gemeinsam entwickelt wird. Jetzt lade ich offen dazu ein, gemeinsam den Blick auf einen „normalen“ Sonntagsgottesdienst zu lenken und nachzudenken über die Vielfalt der Möglichkeiten.
Neu ist, dass alle Interessierten willkommen sind. Jeder kann einfach mitmachen, der einen christlichen Gottesdienst mitgestalten möchte. Ich weiß vorher also nicht, wer bzw. wie viele Interessierte kommen. Es macht mir Spaß, ein wenig zu experimentieren.

Start Freitagabend

Die neue Gottesdienst-Werkstatt startet an diesem Freitagabend, 31. Januar, im evangelischen Gemeindehaus in der Werrastraße in Nordenham. Sie beginnt um 19.30 Uhr.

Vorbereitet wird ein Gottesdienst, der am Sonntag, 8. März, in der Nordenhamer Martin-Luther-Kirche mit Pastorin Heike Boelmann-Derra stattfindet.

Lieder, Gebete, aufgeteilte Lesungen und mehr werden während des Treffens gemeinsam ausgesucht, besprochen oder formuliert. Ideen sind willkommen.

Unabhängig davon ist das Betätigungsfeld für Laien in der evangelischen Kirchengemeinde Nordenham vielfältig. So werden ehrenamtliche Küsterinnen und Küster sowie Helferinnen und Helfer für den Kaffeeausschank nach Gottesdiensten und bei Festen gesucht. Zudem könnte laut Pastorin Heike Boelmann-Derra der ganz treue Stamm von Lektorinnen und Lektoren ergänzt werden.

Seit Frühjahr 2019 hat die Gemeinde sogar einen eigenen Ehrenamtskoordinator: Johannes Rauhut. Wer Interesse hat, soll einfach mit ihm oder den Pastorinnen Heike Boelmann-Derra und Christiane Wittrock oder mit Pastor Christopher Iven Kontakt aufnehmen.

Frage: Was soll dort konkret geschehen?
Boelmann-Derra: Die Teilnehmenden der Werkstatt werden von mir in das Thema des Sonntags eingeführt. Vorbereitet werden soll der Gottesdienst, der am 8. März um 10.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche stattfindet. Der 8. März ist ein Sonntag in der Passionszeit, der seit zehn Jahren in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) als Sonntag für verfolgte und bedrängte Christen gefeiert wird. In der Werkstatt werden wir zum Beispiel gemeinsam Fürbitten formulieren, eine biblische Lesung vorbereiten und uns für eine Übersetzung der Bibel entscheiden. Außerdem wählen wir die Lieder aus, die zum Sonntag und zum Thema passen.
Frage: Was wollen Sie damit erreichen?
Boelmann-Derra: Es gibt Gemeindemitglieder, die mit Freude zum Gottesdienst gehen, denen eigentlich nur ein Quäntchen Mut fehlt, um selber vielleicht zu lesen oder am Altar zu beten. Ich möchte dazu ermutigen. Wir leben als evangelische Christen das Priestertum aller Gläubigen. Die Gottesdienst-Werkstatt ist wieder ein kleiner Schritt, um dem näher zu kommen. Es geht im Gottesdienst nicht um eine Prüfung, sondern um die gemeinsame Feier, in der wir uns ganz bewusst mit Gott verbinden, in Gottes Namen zusammen kommen, beten und singen.
Frage: Wieviele Gemeindemitglieder haben bereits ihr Interesse bekundet und wieviele können noch hinzu kommen?
Boelmann-Derra: Bisher haben sich vier Gemeindemitglieder gemeldet. Es dürfen auf jeden Fall noch weitere folgen. Wichtig ist mir, dass wir bei aller Ernsthaftigkeit Freude daran haben oder entwickeln, für den eigenen Glauben auch Worte zu finden.
Frage: In dieser Werkstatt soll der Gottesdienst vorbereitet werden, der am 8. März in der Martin-Luther-Kirche stattfindet. Sollen, wenn es gut läuft, weitere Gottesdienste auf diese Weise auf die Beine gestellt werden?
Boelmann-Derra: Ich kann mir gut vorstellen, die Werkstatt zu wiederholen, wenn Interesse besteht. Ansonsten werde ich immer mal wieder mit Einzelnen im Team predigen, so wie ich es schon mit Thomas Egermann oder mit Andrea Franke vom Diakonischen Werk getan habe, oder zurzeit mit Johannes Rauhut. Herr Rauhut und ich nehmen uns einzelne Fenster in der Martin-Luther-Kirche vor, entwickeln dazu unsere Gedanken und betten diese ein in eine Predigt. Auch das ist wie eine kleine Gottesdienst-Werkstatt.
Frage: Wo liegen in einer evangelischen Gemeinde die Grenzen aktiver und verantwortlicher Mitwirkung von Laien? Was bleibt stets der Pfarrerin oder dem Pfarrer vorbehalten?
Boelmann-Derra: Die Feier der Sakramente wie Taufe und Abendmahl sind in unserer Kirche nur ordinierten Pastorinnen und Pastoren vorbehalten (bis auf die Nottaufe, die jede Christin, jeder Christ vornehmen darf in der evangelischen Kirche). Ansonsten darf jedes Gemeindemitglied die Liebe Gottes predigen, auch beten im Gottesdienst und segnen. Allerdings legen wir großen Wert darauf, dass diejenigen, die in unseren Kirchen predigen oder Gottesdienste leiten, gut geschult sind. Letztlich sind wir als ordinierte Pastorinnen und Pastoren verantwortlich für das, was öffentlich in unseren Kirchen gesagt wird.
Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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