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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Verborgenes kommt ans Licht

20.03.2019

Jade In der Galerie Schönhof fand die Eröffnung der Ausstellung „Lebenswege“ mit Werken von Ellen Fischer und einigen Bildern ihres Sohnes Edgar Fischer statt. Mit 120 Gästen war die Veranstaltung sehr gut besucht und wurde am Flügel musikalisch untermalt von Niklas Bullmann aus Oldenburg.

Warum es überhaupt zu dieser Ausstellung kam, erklärte Hausherrin Wibke Neumann in ihrer Begrüßung: „Ellen hat im Verborgenen ihre Werke geschaffen, die unserer Meinung nach ans Licht sollten. Sie war vielfältig in Ihrem Schaffen, von Zeichnung bis Radierung, Holzschnitt, Skulptur und in ihren Motiven von Mensch, Akt, Straßen, Landschaft und anderen Kulturen. Ihr Sohn Edgar fängt an, seinen Traum Kunst zu schaffen, zu erfüllen.“

Frank Kunert, ein Freund der Familie Fischer, ging auf die Lebenswege der Künstlerin ein. 1928 geboren, litt sie darunter, Einzelkind zu sein. 1945/46 erkrankte sie aufgrund eines Bombenangriffs an der Lunge und musste mehrfach operiert werden. An den Folgen litt sie Zeit ihres Lebens. „Auf ihren Reisen mit dem Bus oder PKW, zu zweit oder in der Gruppe, wo auch immer, in den Ländern wie Spanien, Frankreich, Italien, Island oder auf der Osterinsel, fand sie den Kontakt zu den Menschen“, erklärte Frank Kunert.

Ellen Fischer war eine besessene Arbeiterin. Ihre Werke sind bis in die Ecken und Ränder durchgeformt. Ein breites Spektrum, Holzschnitte und Malerei sowie Steinskulpturen und Bronzeplastiken, an künstlerischen Gattungen. Die Malerin und Bildhauerin, die in Varel lebte, beherrschte die Stilformen des späten Expressionismus. Sie verstand es, die Figuren, Köpfe, aber auch die Tiere des Meeres groß ins Bild zu setzen. Die Konturen der Figuren werden betont, zugleich werden die Farben häufig auf Rot und Braun bis Schwarz reduziert.

Ellen Fischer, gestorben 2007, arbeitete als Heilerzieherin von 1974 bis 1991. Im Jahre 1991 nahm sie ihre künstlerische Arbeit auf. Sie besuchte verschiedene Kunstkurse, so auch an der Uni Oldenburg. Ellen Fischers Kunst ist geprägt durch selbst Erlebtes, wie die Paddeltouren auf der Weser mit ihren Eltern. Dies hat sie zu ihrer Weser-Serie inspiriert.

Das Dritte Reich, die Zeit des Krieges und der Pogrom haben sie als junges Mädchen nicht nur körperlich verletzt, sondern auch viele Fragen bei ihr hinterlassen, denen sie erst mit ihren Bildern Antworten geben konnte. Insbesondere ihre Reisen auf die Osterinsel haben sie zu vielen Arbeiten angeregt.

Als Fotograf hatte Edgar Fischer, Jahrgang 1951, immer ein Interesse an Motiven und Lebensmomenten, die er in Bildern festhielt. Nach Erreichen des Ruhestandes intensivierte er seine Leidenschaft für die Malerei. Seine Bilder zeigen häufig Orte der Leidenschaft.

Die Ausstellung wird bis zum 28. April in der Galerie zu betrachten sein. Sie befindet sich an der B 437 zwischen Diekmannshausen und Schweiburg. Die Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 15 bis 18 Uhr, Sonnabend, Sonntag und Feiertage von 11 bis 18 Uhr.

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