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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Bei dieser Ausstellung geht’s um Watt und Meer

03.07.2019

Jade Ein volles Haus in der Galerie Schönhof bei der Ausstellungseröffnung „Momentum“: Wibke Heumann von der Galerie freute sich über das große Interesse. Der Wilhelmshavener Künstler Bernd Nöhre zeigt seine Werke in der Ausstellung „Momentum“ in der Galerie Schönhof in Diekmannshausen/Jade an der Bundesstraße 97.

Bilder von Meer und Watt sind zu sehen. Das einzige aus diesem Themenbereich herausfallende Bild ist ein Porträt von ihm, in dem er vor schwarzem Hintergrund und wie auf einer Bühne beleuchtet, hell leuchtende Federn in die Höhe bläst. Gemalt als Selbstbildnis, gelang das nur durch das Einbeziehen eines dritten Auges, das einer Kamera nämlich.

Die Laudatio sprach Petra Stegmann von der Kunsthalle Wilhelmshaven. Schon immer haben Maler und Bildhauer nach technischen Hilfsmitteln für ihre künstlerische Arbeit gesucht und angewendet. Die Kamera ist eines davon. Heute trägt es jeder als Handy oder Smartphone mit sich.

Seit vielen Jahren sammelt Bernd Nöhre auf Spaziergängen oder Radausflügen am Deich und durch Wälder Motive für seine Bilder. Es sind allesamt Momentaufnahmen, die entweder mit der Kamera eingefangen oder im Gedächtnis festgehalten und ins Atelier überführt werden. Dort werden diese „Momenti“ auf die Leinwand übertragen; in zahlreichen dünnen, lasierenden Ebenen oder in pastos-modellierten, fühlbaren Bild-Landschaften. Die Formate beginnen bei 30 mal 30 Zentimeter und reichen bis zu wandfüllenden mehreren Quadratmetern. Neben die Leinwand als Malgrund traten bereits vor Jahren alte verwitterte Holzplatten, Türblätter oder Palettenhölzer, deren Materialität eine eigene Bildaussage einfließen lassen.

Wald und Meer sind in der Kunstgeschichte seit Jahrhunderten zentrale Themen. Häufig wurde die Natur in ihrer schieren Kraft überhöht dargestellt, in der der Mensch fast als Winzling erscheint. Daneben wurde die Natur auch als Spiegel einer heilen Welt gemalt. Heute ist mit der Natur vielmehr ihre Verletzlichkeit durch den Menschen verbunden. Diese Aspekte verbinden sich geradezu automatisch beim Betrachten der Wald- und Meeresbilder von Bernd Nöhre. Und das trifft gleichsam auf Bilder zu, die bereits vor Jahren, und damit ohne einen entsprechenden bewussten Bezug, gemalt wurden.

Einen Menschen findet man nur selten in diesen Bildern. Allenfalls Spuren seiner Existenz. So etwa zwei Ruderboote, die nur wenige Meter vom Ausstellungsort entfernt, jenseits des Deiches im Wasser dümpeln. Eine rostige Schiffswand ist in ihrem Zustand fast selbst zu einem Stück Natur verwittert.

Musikalisch wurde die Vernissage durch den Gesang von Sybille Hellmann von der Landesbühne Wilhelmshaven mit der Akkordeonbegleitung durch Thomas Denker eingestimmt. Die Ausstellung kann man bis zum 8. September betrachten. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 15 Uhr bis 18 Uhr, samstags von 11 Uhr bis 18 Uhr, sonn- und feiertags 11 Uhr bis 18 Uhr. Montags ist geschlossen.

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