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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Zugvögel in Fokus genommen

18.10.2018

Jade Zu den Zugvogeltagen in Schweiburg konnte der Biologe Rüdiger von Lemm, Leiter der Nationalpark-Erlebnisstation Sehestedt, zahlreiche Besucher begrüßen, die zum Teil auch weitere Anfahrtswege in Kauf genommen hatten.

Zu Beginn der Veranstaltung in der Schweiburger Kirche wurde ihnen zunächst ein Vortrag geboten, in dem über die außergewöhnlichen Leistungen der Zugvögel berichtet wurde.

Die Pfuhlschnepfe legt die mehr 4000 Kilometer lange Strecke von ihrem Brutgebiet in der sibirischen Tundra bis ins Wattenmeer ohne Pause zurück, ohne zu fressen oder zu trinken. Nach dem „Auftanken“ ihrer Energiereserven im Watt fliegt sie dann weitere 4500 Kilometer nach Westafrika in ihr Winterquartier, zum Beispiel nach Guinea-Bissau, dem diesjährigen Partnerland der Zugvogeltage.

Der musikalische Rahmen des Vortrags wurde von Gaby Menzel vom „Haus der Musik“ mit dem Saxophon gegeben. Sie spielte mal getragene und mal heitere irische Lieder und Tänze.

Wege ins Watt

Die anschließende Exkursion führte auf den Deich in Schweiburg und anschließend auf den „Weg ans Watt“. Die Besucher waren beeindruckt von der großen Anzahl an Vögeln, die bei auflaufendem Wasser an der Wattkante zu beobachten waren. Am häufigsten vertreten waren die Brandgänse, die hier im flachen Wasser nach Nahrung suchten.

Zu beobachten waren auch große Schwärme von Alpenstrandläufern, deren Flugbild einer Wolke gleicht, die mitunter plötzlich weiß aufblitzt, wenn bei einer Richtungsänderung die hellen Unterseiten der Flügel sichtbar werden. Auch etliche Große Brachvögel waren im Flug zu beobachten und ihr charakteristischer Ruf „Uuuuuit“ zu hören. Sie waren auch am Rand der Salzwiese und im Watt zu sehen, wo sie mit ihrem langen Schnabel auf der Suche nach Wattwürmern unterwegs waren.

Aber nicht nur das Watt bietet reichlich Nahrung für die Zugvögel, auch in den Salzwiesen werden die Samen der Strandastern gerne von durchziehenden Singvögeln gefressen. Einige Naturfreunde waren weit angereist, so auch Helga Reichow. Die Hamburgerin war auch im Vorjahr um diese Zeit in der Region.

Die Naturkundlerin war so beeindruckt, dass sie in diesem Herbst gleich drei Tage mit einer Freundin im Nordwesten verweilte. Von Fedderwardersiel kommend stand eine Rundreise um den Jadebusen an. Die Hamburgerin: „Wir haben eine große Menge an Goldregenpfeifern gesehen. Bei diesem schönen Sommerwetter war auch eine Feldlerche und eine Kornweihe zu hören.

Stefanie Lenicker ist begeisterte Vogelkundlerin: Ihre Beobachtungen gibt sie auf Plattformen wie Birdnet Club und ornitho.de ein und tauscht sich mit weiteren Naturkundlern aus. Sie hat eine eher seltene Singdrossel zu Gesicht bekommen, die im Mittelmeerraum überwintert.

Gut zu beoabachten

Der Seefelder Hans-Georg Basshusen kennt sich als Dauergast im Strandbad Sehestedt bestens aus. Der Seefelder bedauert, dass nach der Sanierung wegen der Deichdrift noch keine Zufahrt zum Strandgelände möglich ist. Gerade dort könne man von der Promenade aus eine Vielzahl von Alpenstrandläufern und Goldregenpfeifern beobachten.

In der Region wird noch bis Sonntag, 21. Oktober, eine breite Palette von Veranstaltungen zum Thema Vogelzug angeboten. Das komplette Programmheft gibt es bei allen Nationalparkhäusern und bei den Touristeninformationen. Näheres auch im Internet unter www.zugvogeltage.de.

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